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Fall "Geisterzug" - Ursache für Bremsversagen weiter unklar | BR24

© BR/Josef Schießl

Fast 100 Kilometer fuhr der 1.500 Tonnen schwere Güterzug ungebremst durch Ostbayern ehe er zum Stehen kam.

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    Fall "Geisterzug" - Ursache für Bremsversagen weiter unklar

    Warum ein Güterzug im August 2019 fast 100 Kilometer weit ungebremst durch Ostbayern gefahren war, ist noch immer nicht abschließend geklärt. Bei dem 1.500 Tonnen schweren Zug hatten die Bremsen versagt. Die Lokführer konnten den Zug nicht stoppen.

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    Rund ein halbes Jahr nach der Fahrt eines "Geisterzuges“ durch Ostbayern ist die Ursache noch nicht abschließend geklärt. Im August 2019 war ein Güterzug eines privaten Bahnunternehmens ungebremst fast 100 Kilometer weit gefahren, nachdem die Bremsen versagten.

    Ermittlungen zum Vorfall noch nicht abgeschlossen

    Nach Angaben der Bundespolizei in Waldmünchen und der Staatsanwaltschaft in Hof sind die Ermittlungen zu dem Vorfall noch nicht abgeschlossen. Die Ursache ist daher noch weiter unklar.

    Ungebremst mit bis zu 100 Stundenkilometern

    Der mit Holzstämmen beladene Güterzug kam damals vom tschechischen Eger und war in Bayern in Richtung Wiesau (Lkr. Tirschenreuth) unterwegs. Als die Lokführer den Zug nicht stoppen konnten, fuhr dieser teilweise mit bis zu 100 Stundenkilometern ungebremst weiter, bis er schließlich in der Oberpfalz bei Schwarzenfeld (Lkr. Schwandorf) zum Stehen kam.

    Fahrdienstleiter verhindern Schlimmeres

    Die Fahrdienstleiter der Bahn hatten schnell reagiert und die Signale so gestellt, dass nichts passierte. Auf seiner ungebremsten Fahrt durchfuhr der Zug mehrere Bahnhöfe bis er im flach auslaufenden Naabtal ausrollte.

    SPD kritisiert verzögerte Aufklärung der Öffentlichkeit

    Die SPD hat wegen des Vorfalls bereits zwei Mal Landtagsanfragen an die Staatsregierung gestellt. Verkehrspolitische Sprecherin Inge Aures kritisierte die verzögerte Reaktion der Staatsregierung bei der Aufklärung des Zwischenfalls: "Der Vorfall war keine Bagatelle und muss sehr ernst genommen werden. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Öffentlichkeit erst Tage später darüber informiert wurde. Das darf nicht sein!"

    Das Verkehrsministerium hat allerdings auf die Zuständigkeit des Eisenbahn-Bundesamtes verwiesen. Erst nach mehreren Tagen wurde damals die Irrfahrt des 1.500 Tonnen schweren Güterzugs bekannt, der Transport wurde daraufhin in den Medien als "Geisterzug“ bezeichnet.