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Polizei gräbt bei Kirche nach Monika Frischholz | BR24

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Die Polizei in der Oberpfalz setzt die seit Monaten andauernde Suche nach der 1976 verschwundenen Schülerin Monika Frischholz fort. Jetzt wird in einer Scheune bei einer kleinen Kirche in Waldkirch gegraben.

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Polizei gräbt bei Kirche nach Monika Frischholz

Die Polizei in der Oberpfalz setzt die seit Monaten andauernde Suche nach der 1976 verschwundenen Schülerin Monika Frischholz fort. Jetzt wird in einer Scheune bei einer kleinen Kirche in Waldkirch gegraben.

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Im Rahmen der Ermittlungen im Fall der seit 1976 verschwundenen Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg gibt es weitere Grabungen. Wie die Polizei dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, wird diesmal im Bereich einer kleinen Kirche in Waldkirch gegraben – und zwar in einer Scheune. Diese kommt laut Polizei als Ablageort für die Leiche der Schülerin in Frage.

Suchaktionen schon im Mai und April

Allerdings ist wie schon bei den vorangegangenen Suchen offen, ob etwas gefunden wird, was auf den Fall Frischholz hindeutet. Zuletzt hatten Taucher Mitte des Monats einen Weiher abgesucht, im April hatte es zwei Grabungen in einem Waldstück bei Georgenberg gegeben.

Laut Polizei dienen die Grabungen auch dazu, mögliche Ablageorte, auf die es Hinweise gibt, auszuschließen.

Spezialisten vor Ort

Bei der aktuellen Suche sind unter anderem wieder Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden, der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamts, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg, der Staatsanwaltschaft Weiden und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg eingebunden.

"Das Verschwinden von Monika Frischholz liegt nun 43 Jahre zurück. Wir werden dennoch nichts unversucht lassen, den Fall trotzdem noch aufzuklären. Mord verjährt nie. Wir werden sämtliche Hinweise bis ins kleinste Detail untersuchen. Wir wollen nach dem Abschluss unserer Arbeit keine Fragezeichen mehr hinterlassen. Wir bedanken uns bereits jetzt bei den vielen Zeugen, die unsere Arbeit bislang unterstützt haben und sollte sich jemand noch nicht gemeldet haben: Wir nehmen weiterhin jeden Hinweis entgegen." Armin Bock, Leiter der Ermittlungsgruppe

Mehr als 80 Hinweise bislang

Monika Frischholz hatte am 25. Mai 1976 ihr Elternhaus verlassen, seitdem fehlt von der damals Zwölfjährigen jede Spur. Im Dezember hatte die Polizei den Fall noch einmal aufgerollt. Seitdem gingen mehr als 80 Hinweise bei der Polizei ein. Für Hinweise, die zur Aufklärung führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.