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Fakten rund ums Mieten in München | BR24

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"Hyprspace" heißt Münchens erste Start-up-WG. Hier wird programmiert, designt, gepitcht, Pizza gegessen ... Coliving und Coworking: Das Modell haben die Gründer im Silicon Valley abgeschaut. Wie sieht ein Tag aus im "hyprspace"?

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Fakten rund ums Mieten in München

Die Mieten in München steigen und steigen. Nach dem aktuellsten Mietspiegel des Sozialreferates München liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete in der Landeshauptstadt mittlerweile bei 11,69 Euro pro Quadratmeter. Fakten rund ums Mieten.

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Die Mieten in München steigen und steigen. Nach dem aktuellsten Mietspiegel des Sozialreferates München liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete in der Landeshauptstadt mittlerweile bei 11,69 Euro pro Quadratmeter - eine Steigerung von gut vier Prozent im Vergleich zum Mietspiegel vor zwei Jahren. 2011 lag die Durchschnittsmiete nach den Zahlen des Sozialreferates sogar noch unter der Zehn-Euro-Marke - bei 9,79 Euro pro Quadratmeter.

Mietpreis-Spitzenreiter

Was die Mietpreise betrifft, bleibt München unangefochtener Spitzenreiter der deutschen Großstädte. In Köln zahlen Mieter im Schnitt knapp zehn Euro pro Quadratmeter, in Frankfurt am Main liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 9,36 Euro. Nach den letzten Erhebungen von 2017 müssen Mieter in Hamburg durchschnittlich 8,44 Euro für den Quadratmeter bezahlen, in Berlin 6,39 Euro.

Auch andere oberbayerische Städte liegen deutlich unter dem Mietpreis-Niveau Münchens. In Ingolstadt zum Beispiel gibt es zwar keinen offiziellen Mietspiegel. Der durchschnittliche Mietpreis liegt laut Stadt aber schätzungsweise zwischen acht und neun Euro. 

Verglichen mit europäischen Metropolen ist München aber noch relativ günstig. Wer in Stockholm, Paris oder London eine Mietwohnung bezieht, lässt schnell mal zwischen 25 und 30 Euro für den Quadratmeter liegen.

Neu abgeschlossene Mietverträge deutlich teurer

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung München nimmt regelmäßig das aktuelle Marktgeschehen unter die Lupe. Anders als bei der Rechnung des Sozialreferates werden hier nur neu abgeschlossene Mietverträge berücksichtigt, keine langjährigen Bestandsmieten. Als Datengrundlage dienen Mietanzeigen. Folglich fallen die Zahlen deutlich höher aus.

Bei Neubauwohnungen, die zum ersten Mal bezogen werden, lag die Durchschnittsmiete 2018 demnach bei 19,90 Euro pro Quadratmeter. Innerhalb weniger Jahre gab es hier einen satten Zuwachs. 2015 waren es noch knapp 17 Euro, Ende der 1990er Jahre umgerechnet etwa elf Euro.

Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Wiedervermietungsmieten zu erkennen, also bei den Wohnungen, die bereits vermietet waren, bevor sie wiedervermietet wurden. Der Wohnungsmarktbarometer 2018 geht hier von einer Durchschnittsmiete von 17,89 Euro pro Quadratmeter aus. 2015 lag der Schnitt bei 14,70 Euro, um die Jahrtausendwende noch bei umgerechnet gut zwölf Euro.

Mietwohnungen dominieren den Wohnungsmarkt

Nach Angaben des Referats für Stadtplanung und Bauordnung zählt München rund 800.000 Wohnungen. Davon sind etwa 75 Prozent Mietwohnungen.

Beim Blick auf andere deutsche Großstädte ergibt sich ein differenziertes Bild. Ähnlich wie in München werden in Hamburg rund 75 Prozent der knapp 950.000 Wohnungen vermietet.

In Frankfurt am Main beträgt der Anteil etwa 80 Prozent der rund 400.000 Wohnungen. Berlin verfügt über knapp zwei Millionen Wohnungen, von denen sogar fast 85 Prozent Mietwohnungen sind.

Münchner haben noch relativ viel Platz

Münchner leben im Schnitt auf etwa 39 Quadratmeter pro Kopf. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung geht davon aus, dass Münchner Mietern durchschnittlich ca. 35 Quadratmeter pro Kopf zur Verfügung stehen, Eigentümern rund 47 Quadratmeter.

Münchner Bürger haben damit etwas mehr Platz als manch andere Großstädter. In Berlin beträgt die durchschnittliche Wohnfläche pro Person etwas mehr als 38 Quadratmeter, in Frankfurt am Main knapp 38 Quadratmeter. Hamburg kommt, wie München, auf rund 39 Quadratmeter pro Kopf.

Einwohner von Großstädten leben damit auf deutlich weniger Fläche als der bundesweite Durchschnitt. Nach der Zensuserhebung 2011 stehen den Deutschen im Schnitt fast 43 Quadratmeter pro Person zur Verfügung, in Miethaushalten knapp 38 Quadratmeter. Eigentümer kommen auch deutschlandweit auf etwa 47 Quadratmeter pro Kopf.

Je größer die Stadt, desto knapper der Wohnraum - das zeigt sich auch im internationalen Vergleich. Londons Bürger leben im Schnitt auf 37 Quadratmetern pro Kopf. In der 9,5-Millionen-Einwohner-Metropole Tokio stehen pro Einwohner gerade einmal rund 15 Quadratmeter zur Verfügung.

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Mittags in Oberbayern

Von
  • Manuel Rauch
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