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Ausschnitt aus einem Tweet der Polizei München: Bearbeitete Abbildung der Zettel, die vor einer angeblichen elektronischen Parkkralle warnen

Gefälschte Hinweiszettel, die angeblich von der Polizei stammten, sind in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an geparkten Autos in den Münchner Stadtteilen Neuhausen und Nymphenburg angebracht worden. Darin wurden die Halter darauf hingewiesen, dass ihre Fahrzeuge mit "elektronischen Radkrallen" versehen seien. Ein unbefugtes Entfernen könne zu Motor- und Getriebeschäden führen.

Handzettel stammen nicht von der Polizei

Die Münchner Polizei weist darauf hin, dass die verteilten Handzettel nicht von der Polizei stammen, es sich vielmehr um einen Fake handelt. Die Zettel zeigten den Symbolstern der Münchner Polizei und eine Telefonnummer, bei der sich die Autofahrer melden sollten. Dabei handelt es sich um die Telefonnummer des Münchner Kriminalfachdezernats für Staatsschutzdelikte.

Aktivisten aus dem linken Spektrum äußern sich zur Aktion

Auf einer Seite im Internet erklärten Aktivisten aus dem linken Spektrum, dass es "elektronische Radkrallen" natürlich nicht gibt. Die Zettel seien eine Reaktion auf Ermittlungen der Staatsschutzabteilung gegen kurdische Aktivisten. Sie sollen verbotene Fahnen kurdischer Kampfeinheiten auf ihren Facebook-Seiten gezeigt haben.

Die Polizei ermittelt

Mit den falschen Hinweiszetteln wollten die Aktivisten nach eigener Darstellung für Anfragen beim Münchner Staatsschutz sorgen. Rund 1.000 Stück wollen sie nach eigenen Angaben verteilt haben. Wegen der falschen Handzettel ermittelt nun genau das Kommissariat, gegen das sich die Aktion richtete. Die Münchner Polizei bittet um Hinweise.