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Fake News im Freundeskreis - was kann ich dagegen tun? | BR24

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Fake News begegnen uns überall. Doch was kann man tun, wenn im Freundeskreis jemand Verschwörungstheorien verfallen ist? Das ist Thema bei den Wochen zur Demokratie in Passau. Die Teilnehmer kommen mit konkreten Anliegen.

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Fake News im Freundeskreis - was kann ich dagegen tun?

Fake News begegnen uns überall. Doch was kann man tun, wenn im Freundeskreis jemand Verschwörungstheorien verfallen ist? Das ist Thema bei den Wochen zur Demokratie in Passau. Die Teilnehmer kommen mit konkreten Anliegen.

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen alle ihre eigene Geschichte mit: Die einen wissen sich nicht zu helfen, wenn Freunde im Netz Fake News verbreiten. Bei anderen geht es soweit, dass Freundschaften auf der Kippe stehen. "Eine Freundin hat ihre Miete nicht mehr gezahlt, weil sie denkt, die New World Order kommt. Und mit Corona sei Geld ohnehin hinfällig", erzählt eine Frau. Was alle eint: Sie wollen in Kontakt mit ihren Freunden bleiben.

Das Ziel: eigene Theorie hinterfragen

Auf dem Workshop im Zuge der "Wochen zur Demokratie" in Passau wird den Teilnehmern gleich eines vermittelt: Nicht über Verschwörungstheorien lachen, niemanden belehren, den Menschen zuhören und mit Respekt begegnen. "Damit sich die Leute nicht in ihre Blase zurückziehen und radikalisieren", sagt Nils Allensdorf vom Verein "Gemeinsam leben und lernen in Europa". Ziel ist, die Leute dazu zu bringen, ihre eigenen Theorien zu hinterfragen.

Quellen prüfen, Fakten checken

Die Coaches ermutigen die Teilnehmer, sich mit ihren Freunden zusammenzusetzen und zu fragen: Was ist die Quelle für deine Aussage? Im nächsten Schritt raten sie dazu, sich mit der Person, die entsprechenden Seiten im Netz anzuschauen und drei Schritte umzusetzen: Quellen prüfen, Fakten checken und recherchieren, woher die Bilder kommen. Damit würden die Fragen beantwortet: Wer steckt dahinter, was wird da behauptet und stimmt das Bild?

BR-Faktenfuchs

Ein Blick ins Impressum einer Seite, Bilder-Rückwärtssuche auf Google und das Kontrollieren, ob im Text Dinge einfach so behauptet oder mit Quellen belegt werden, entzaubert meist schon viele Lügen, erklären die Workshopleiter.

Auch der BR-Faktenfuchs oder der ARD-Faktenfinder können helfen. Beide Formate decken populäre Irrtümer und Falschinformationen auf.

Nicht jeder lässt sich überzeugen

"Was ich gelernt habe: Dass das Überzeugen und die Diskussion ganz schön viel Arbeit ist", sagt eine Teilnehmerin. Zeit, die sich bei Verunsicherten lohnt, finden die Coaches. Wer für Fakten gar nicht mehr zugänglich ist, den müsse man auch loslassen können. Niemand solle bis zur Selbstaufgabe an einer Freundin oder einem Freund festhalten.

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