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Fällt die Badesaison wegen Corona aus? | BR24

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Bildrechte: picture alliance/VisualEyze/T-Pool

Eigentlich startet Anfang Mai die Freibad-Saison. Doch wegen der Corona-Pandemie sind öffentliche Bäder derzeit geschlossen. Erste Betreiber ziehen Konsequenzen für die gesamte Saison.

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Fällt die Badesaison wegen Corona aus?

Am 1. Mai beginnt offiziell die Freibadsaison, doch in diesem Jahr wird der Start in den Schwimmbädern ausfallen. Wer keinen Pool im Garten hat, muss darauf erst mal verzichten. Denn Freibäder bleiben wegen der Corona-Pandemie vorerst noch zu.

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Von
  • BR24 Redaktion

Eigentlich startet im Mai die Freibad-Saison. Doch trotz Sonne und angenehmer Temperaturen wird daraus in Bayern wohl vorerst nichts.

Wegen der Corona-Pandemie sind öffentliche Bäder derzeit geschlossen und wann sich das ändern wird, ist noch nicht abzusehen. Das müsse in Abstimmung mit den Experten aus den medizinischen und infektiologischen Fachbereichen entschieden werden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch Ferienanlagen und Hotels können ihre Pools vorerst nicht öffnen.

Mögliche Ansteckungsgefahr an Beckenrand oder Duschgriffen

Handtuch an Handtuch auf der Liegewiese - nicht denkbar. Sollten die Bäder öffnen, müsse ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, so das Ministerium. Schließlich lauert die Gefahr einer Ansteckung auch hier, etwa am Beckenrand oder an den Duschgriffen.

Die Gefahr, sich dagegen beim Planschen und Schwimmen mit SARS-CoV-2 zu infizieren, hält das Umweltbundesamt für nicht so hoch. Das Wasser in den Becken werde aufbereitet und desinfiziert. Dann könne man davon ausgehen, dass es auch gegen Coronaviren geschützt sei. Nur in Bädern mit biologischer Aufbereitung ohne Desinfektionsmittel könne ein gewisses Infektionsrisiko bestehen.

Bademöglichkeiten nur in Fluss oder See

Wer trotzdem nach Erfrischung lechzt, dem bleibt nur der Sprung in den Fluss oder den See. Sport und Bewegung an der frischen Luft sei erlaubt, sagte die Ministeriumssprecherin. Die Ansteckungsgefahr in natürlichen Gewässern ist nach Ansicht der Experten zudem gering, auch weil die Konzentration potenziell infektiöser Viruspartikel durch die Verdünnung im Wasser abnimmt.

Erlaubtes Baderitual: Schwimmen, baden und ab nach Hause

Doch auch in der freien Natur gibt es Einschränkungen. Sich mit Decke und Picknick am Seeufer oder am Isarstrand niederlassen? Geht nicht. So bleibt nur die sportliche Variante: Schwimmen, abtrocknen und gleich wieder nach Hause. Das Ministerium bittet zudem, auf Fahrten in typische Ausflugsorte zu verzichten: "Unter dem Aspekt des Gemeinwohls ist es wichtig, zu Hause zu bleiben oder sich nur in der unmittelbaren näheren Umgebung im Freien zu bewegen."

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