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Fachleute legen erste Untersuchungsergebnisse vor

Die Stadt Nürnberg will die marode Zeppelintribüne als Lernort der Geschichte erhalten. Das Bauwerk aus den 1930er Jahren bröckelt und ist undicht. Ein Jahr lang haben Bau-Experten nach den besten Lösungen gesucht. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.

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An der Fassade und an den Stufen sind zahlreiche Kalksteinplatten kaputt. Hier empfehlen die Fachleute, sehr stark geschädigte Elemente durch Betonwerkstein zu ersetzen, den Rest mit Mörtel auszuflicken. Zwischen die Steine soll neuer Fugenmörtel gefüllt werden, damit keine weitere Feuchtigkeit in das Gebäude eindringen kann.

Ratlosigkeit beim Dach

Für die oberste Fläche der Tribüne haben die Fachleute allerdings keine gute Sanierungslösung gefunden. Früher war diese Fläche von einer mächtigen Dachkonstruktion auf hohen Pfeilern überspannt, die nach dem zweiten Weltkrieg allerdings gesprengt wurde. Hier dringt massiv Regenwasser in das Gebäude und schädigt die Betonkonstruktion.

Um die ursprüngliche Abdichtung instand zu setzen, müssten alle Platten abgebaut werden. Hierbei würde zu viel Originalsubstanz verloren gehen, so der Bericht. Ein leicht schräges Dach darüber zu errichten, wäre schade, weil die Fläche nicht mehr betreten werden kann. Und ein begehbares Dach wäre zu teuer, außerdem würde für den Betrachter der Bezug zur Tribüne verloren gehen, heißt es.

Goldener Saal mit Hakenkreuz

Im Goldenen Saal soll an den Mosaikdecken nichts verändert werden, auch das Hakenkreuz an der Decke soll bleiben. Allerdings soll hier ein Netz die Besucher vor herabfallenden Teilen schützen.

Ziel ist es, möglichst viel von der Original-Substanz der Nazi-Bauten zu erhalten. Die Stadt rechnet mit Kosten von bis zu 70 Mio Euro. Die Zeppelintribüne und das dazu gehörende Zeppelinfeld wurden von den Nationalsozialisten extra für die Reichsparteitage der NSDAP in den 1930er-Jahren gebaut.