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Fachleute bestätigen: Bub fand 1.000 Jahre alte Münze aus Byzanz | BR24

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Experten des Bayerischen Landesamtes für Bodendenkmalpflege bestätigen: Ein vierjähriger Junge hat im Frühjahr 2019 auf dem Burglengenfelder Lanzenanger eine 1.000 Jahre alte byzantinische Münze gefunden.

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Fachleute bestätigen: Bub fand 1.000 Jahre alte Münze aus Byzanz

Bestätigung aus dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege: Der vierjährige Samuel Ferstl hat im Frühjahr 2019 in Burglengenfeld eine 1.000 Jahre alte Münze aus Konstantinopel gefunden. Sie lag auf einem Bolzplatz.

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Experten des Bayerischen Landesamtes für Bodendenkmalpflege bestätigen: Der heute vierjährige Samuel Ferstl hat im Frühjahr 2019 auf dem Burglengenfelder Lanzenanger eine rund 1.000 Jahre alte byzantinische Münze gefunden. Wie die Stadt Burglengenfeld jetzt mitteilte, wurde die Münze dem Buben jetzt nach vielen Monaten und eingehender Untersuchung wieder zurückgegeben.

Der Bub darf die Münze nun behalten. Der stolze Finder wolle seinen Schatz nun seinen Freunden und Verwandten zeigen, hieß es. Er habe aber versprochen, die Münze später dem örtlichen Museum für eine Ausstellung auszuleihen.

Münze auf dem Bolzplatz gefunden

Der damals dreijährige Samuel hatte die Münze im Frühjahr 2019 beim Fußballspielen auf dem Lanzenanger gefunden. Laut Mitteilung der Stadt Burglengenfeld handelt es sich dabei um eine mittelalterliche Münze, die im 11. Jahrhundert in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, geprägt wurde. Sie wiege gut acht Gramm und habe einen Durchmesser von 28 Millimetern. Auf der Vorderseite sei eine Christusbüste zu sehen. Die Rückseite zeige ein Kreuz mit Aufschrift.

© Dr. Margit Berwing-Wittl, Oberpfälzer Volkskundemuseum Burglengenfeld

Die Münze lag auf dem Burglengenfelder Lanzenanger.

Münze ging an das Landesamt für Denkmalpflege

Samuel gab laut der Stadt an, es sei ihm zu langweilig gewesen, mit seinem Vater und seinen Brüdern Fußball zu spielen. Er sei lieber herumgelaufen und habe dabei die glänzende Münze entdeckt und in die Hosentasche gesteckt. Das Oberpfälzer Volkskundemuseum nahm laut der Mitteilung dann den Kontakt zum Landesamt für Denkmalpflege auf, wo die Münze untersucht wurde.

Genaue Gründe für Fundort unklar

Laut Mitteilung der Stadt handelt es sich um einen Einzelfund. Es könne sein, dass ein Belagerer aus dem Osten die Münze um das Jahr 1.000 verloren habe. Eine andere Theorie besage, dass der Lanzenanger im Mittelalter Aufmarschplatz für Kreuzzugsteilnehmer gewesen sein könnte, die die Münze als Souvenir mitbrachten.

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