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Explosionsartiger Borkenkäferbefall bei Weißenburg-Gunzenhausen | BR24

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Seit rund zwei Wochen macht sich der Borkenkäfer in den Wäldern des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausens breit. Der Anstieg des Befalls sei explosiv, so das Experten-Urteil. Jeder Waldbesitzer sei nun gefordert, gegen die Ausbreitung vorzugehen.

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Explosionsartiger Borkenkäferbefall bei Weißenburg-Gunzenhausen

Seit rund zwei Wochen macht sich der Borkenkäfer in den Wäldern des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausens breit. Der Anstieg des Befalls sei explosiv, so das Experten-Urteil. Jeder Waldbesitzer sei nun gefordert, gegen die Ausbreitung vorzugehen.

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Dramatische Lage im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der Anstieg des Borkenkäferbefalls sei explosiv, sagt Gernot Handke, zweiter Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Franken-Süd, auf Nachfrage des BR. Ein zuerst milder Sommer mit einigen Regenfällen hätte im Landkreis zunächst verhindert, dass sich der Borkenkäfer in den Wäldern verbreitet.

Borkenkäfer befällt Fichten

Doch inzwischen sei es trocken genug für den Schädling, der in der Region nur Fichten befällt. Zwar sei man im Landkreis erprobt, was den Borkenkäfer betrifft, so Handke, allerdings vermehre sich der Käfer so schnell, dass nun jeder Waldbesitzer mithelfen müsse. Anzeichen für einen Befall seien braune Baumkronen, Nadeln am Boden, vermehrt Harz am Stamm und sogenanntes Borkenkäfermehl, also feine Holzspäne, am Waldboden.

Betroffene Bäume werden gefällt

Bei einem Verdacht solle man sich direkt an den Verein Forstbetriebsgemeinschaft Franken-Süd wenden. Daraufhin besichtigt Förster Gernot Handke die Stelle und markiert alle betroffenen Bäume. Diese müssen im Anschluss so schnell wie möglich gefällt und mindestens 500 Meter vom Wald entfernt gelagert werden, um zu vermeiden, dass die Käfer weiter ausschwärmen und weitere Fichten befallen.

Problem in Oberfranken noch größer

Trotz der akuten Gefahr spricht Handke von einer glimpflichen Situation im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. In Oberfranken seien die Probleme mit dem Borkenkäfer viel größer, denn dort sei der Schädling diesen Sommer schon länger aktiv.

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