BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: News5

Bei einem schweren LKW-Unfall auf der A3 bei Würzburg-Kist ist am Samstag ein Mensch getötet worden, drei weitere wurden teilweise schwer verletzt.

25
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nach Lkw-Unfall mit Explosionen: Identität der Toten geklärt

Nach dem schweren Unfall am Samstag auf der A3 bei Würzburg deutet laut Polizei alles darauf hin, dass es sich bei der Verstorbenen um eine 53-Jährige aus Frankfurt handelt. Sie soll auf dem Weg zu einer Familienangehörigen in Würzburg gewesen sein.

25
Per Mail sharen
Von
  • Jürgen Gläser

Auf der A3 bei Würzburg sind am Samstagnachmittag ein mit Spraydosen beladener Sattelzug und ein Pkw nach einem Unfall komplett ausgebrannt. Der Sattelzug war am Samstag auf der A3 in Richtung Nürnberg unterwegs. Zwischen der Anschlussstelle Helmstadt und dem Autobahndreieck Würzburg-West stürzte er aus noch ungeklärter Ursache um und blockierte daraufhin querliegend alle drei Fahrspuren. Zudem geriet der Sattelzug in Brand.

Verstorbene wollte Familienangehörige in Würzburg besuchen

Ein Auto prallte in das Hindernis und fing ebenfalls Feuer. In dem Fahrzeug befand sich eine zunächst nicht identifizierte Person, die noch an der Unfallstelle verstarb. Nach derzeitigem Ermittlungsstand deutet laut Polizei alles darauf hin, dass es sich um eine 53-Jährige aus Frankfurt am Main handelt, die auf dem Weg zu einer Familienangehörigen nach Würzburg war.

Auch die Personalien des Lkw-Fahrers standen erst am Sonntag fest. Es handelt sich laut Polizei um einen 50-jährigen Mann aus der Slowakei, der nach aktuellen Erkenntnissen offenbar nur leichte Verletzungen erlitt. Am Samstag war die Polizei noch von schweren Verletzungen ausgegangen.

Ein zweiter Wagen stand 50 Meter entfernt. Auch dieser wurde im Frontbereich schwer beschädigt. Die beiden 24-jährigen Insassen aus dem Kreis Groß Gerau wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Spraydosen flogen über Autobahn

An der Brandstelle gab es minutenlang Explosionen. Zunächst hieß es, der brennende Lkw sei mit Feuerwerkskörpern beladen. Dann stellte sich heraus, dass die Ladung aus Bauschaum-Spraydosen bestand - die reihenweise explodierten. Die Dosen flogen bis zu 150 Meter weit und verteilten sich über die gesamte A3.

Die Brandbekämpfung an der Unfallstelle erfolgte durch ein Großaufgebot der örtlichen Feuerwehren. Der Rettungsdienst war mit fünf Rettungswagen und einem Hubschrauber vor Ort.

A3 am Sonntag noch in Richtung Nürnberg gesperrt

Da Teile der brennenden Lkw-Ladung offenbar explodierten und auch auf die Gegenfahrbahn flogen, wurde die A3 am Samstag in beide Richtungen komplett gesperrt. Es kam zu stundenlangen Staus. Weil durch die enorme Hitzeentwicklung auch die jeweiligen Fahrbahndecken in Mitleidenschaft gezogen wurden, dauern die Aufräumarbeiten am Sonntag an. Während die Fahrbahn Richtung Frankfurt gegen 2.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, bleibt die Fahrbahn Richtung Nürnberg voraussichtlich noch bis zum Nachmittag gesperrt, da die Fahrbahndecke erneuert werden muss. Größere Verkehrsbehinderungen sind am Sonntag aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens laut Polizei nicht zu erwarten.

Polizei sucht dringend Zeugen

Neutrale Unfallzeugen sind bislang nicht bekannt, wodurch sich die Ermittlungen zum Unfallhergang schwierig gestalten. Der Unfallhergang soll nun von einem Sachverständigen an der Unfallstelle rekonstruiert werden. Die Polizei bittet aber auch um Hinweise von Autofahrern, die etwas beobachtet haben könnten.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!