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Explosion in Rettenbach: Betreiber weist Mitverantwortung zurück | BR24

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Ein Gasleck war der Grund für die verheerende Explosion in einem Rettenbacher Zweifamilienhaus, bei der ein Vater und seine Tochter starben. Nun wird nach der Verantwortung gefragt. Der Betreiber weist jede Schuld von sich.

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Explosion in Rettenbach: Betreiber weist Mitverantwortung zurück

Ein Gasleck war der Grund für die verheerende Explosion in einem Rettenbacher Zweifamilienhaus, bei der ein Vater und seine Tochter starben. Nun wird nach der Verantwortung gefragt. Der Betreiber weist jede Schuld von sich.

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Nach der verheerenden Gasexplosion in einem Wohnhaus in Rettenbach hat der Betreiber der Gasversorgungsanlage eine Mitverantwortung von sich gewiesen. Die regelmäßigen Prüfungen, die für Rohrleitungen gesetzlich alle sechs Jahre und für Flüssiggasbehälter alle zwei Jahre vorgeschriebenen sind, seien stets „selbstverständlich durchgeführt“ worden, teilte die Tyczka Energy GmbH auf Anfrage des BR mit.

"Keine Verantwortung für das dramatische Unglück"

Das Unternehmen trage „nach bisherigen Erkenntnissen keine Verantwortung dafür, dass es zu einem Gasaustritt und infolge dessen zu diesem dramatischen Unglück gekommen ist“. Aus einer Stichleitung in das betroffene Grundstück, die allerdings nicht an das Haus angeschlossen war und unter noch nicht genau geklärten Umständen offenbar bei Bauarbeiten beschädigt worden war, konnte nach bisherigem Ermittlungsstand Flüssiggas austreten und in das Haus strömen, ehe es zu der Explosion kam.

Reparatur unter Aufsicht des LKA

Auf die Frage, ob ein Verlust aus der Gasleitung nicht hätte auffallen müssen, antwortete das Unternehmen: „Informationen über Auffälligkeiten, die hätten registriert werden können, standen uns nicht zur Verfügung.“ Am Dienstag, zwei Tage nach der verheerenden Explosion, wurde die Anlage demnach „in Begleitung von Sachverständigen des Landeskriminalamtes München repariert“ und nach einer Dichtheitsprüfung wieder in Betrieb genommen.

Die Behörden ermitteln wegen fahrlässiger Tötung. In dem völlig zerstörten Wohnhaus waren ein 42-jähriger Mann und seine 7 Jahre alte Tochter ums Leben gekommen. Die 39-jährige Mutter überlebte schwer verletzt.

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