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Explosion in Memmingen: "Glück, dass es keine Toten gibt" | BR24

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Bildrechte: BR

In einem Gebäude des Roten Kreuzes in Memmingen kam es heute Morgen zu einer Gasverpuffung, bei der fünf Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Explosionsursache ist noch nicht restlos aufgeklärt, es wird ein Leck in einer Gasleitung vermutet.

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Explosion in Memmingen: "Glück, dass es keine Toten gibt"

Glück trotz hohem Sachschaden: Eine Gas-Explosion in Memmingen hat am Morgen die Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes in Schutt und Asche gelegt. Bei der Explosion hätte es laut BRK auch Tote geben können.

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Von
  • Andrea Trübenbacher
  • Rupert Waldmüller
  • Anna Klein

Es war noch früh am Freitagmorgen, als eine Gas-Explosion die Allgäuer Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) erschütterte: Fünf Menschen wurden verletzt, eine Frau musste mit Verbrennungen in eine Spezialklinik. Während die Polizei weiter ermittelt, wo das Gas ausgetreten ist, muss das Rote Kreuz eine neue Einsatzbasis finden.

Gasleck bisher nicht gefunden

Bisher vermuten die Ermittler, dass ein Gasleck die Explosion ausgelöst hatte. Die Explosion sei ausgelöst worden, als eine Putzfrau am Morgen den Lichtschalter betätigte, erklärte der Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Unterallgäu Ivo Holzinger. Im Rotkreuzhaus selbst gebe es keinen Gasanschluss. Die Suche nach der exakten Stelle, an der das Gas ausgetreten war, brachte bisher keinen Erfolg. Die Erschütterung durch die Explosion war so heftig, dass das Flachdach des Gebäudes nach oben gedrückt wurde. Die Bewohner aus dem Umkreis mussten ihre Häuser verlassen. Die Entwarnung kam erst gegen Mittag, als das Gas abgestellt werden konnte.

Reinigungskraft erleidet schwere Verbrennungen

Im Gebäude waren zum Zeitpunkt der Explosion fünf Menschen. Eine Reinigungskraft erlitt Verbrennungen zweiten Grades und wurde in eine Spezialklinik gebracht. Außerdem wurden vier Sanitäter verletzt, drei von ihnen sind inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Den Notruf hatten zwei Kollegen absetzen können, die zum Zeitpunkt der Explosion noch an einem Rettungswagen zugange waren, der einige Meter neben der Wache stand.

Zum Glück keine Toten

Laut BRK-Kreisgeschäftsführer Wilhelm Lehner hätte das Unglück noch viel schlimmer ausgehen können: "Bei der Explosionswucht können wir von Glück sprechen, dass es keine Toten gibt." Die BRK-Mitarbeiter seien "haarscharf an einer Katastrophe vorbeigeschrammt", zitierte das BRK auf Twitter seinen Landesgeschäftsführer Leonhard Stark.

Der BRK-Verband Memmingen muss sich nun eine neue Einsatzbasis suchen, denn die Rettungswache ist auf absehbare Zeit nicht mehr benutzbar. Weil andere Hilfsorganisationen einspringen, kann der Rettungsdienst in Memmingen trotz der Explosion sichergestellt werden.

Mehrere Hunderttausend Euro Sachschaden

Die Polizei schätzt den durch die Explosion entstandenen Schaden auf mehrere hunderttausend Euro. Der Memminger Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU) zeigte sich gegenüber dem BR tief betroffen von dem Unglück und hofft nun, dass die Verletzten schnell wieder gesund werden.

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