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In den 80er-Jahren galten Auerhühner als nahezu ausgestorben. Dann haben sich die Bestände etwas erholt.
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Katharina Häringer
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In den 80er-Jahren galten Auerhühner als nahezu ausgestorben. Dann haben sich die Bestände etwas erholt.

Das Auerhuhn ist in Mitteleuropa nur noch selten zu finden. Der gefährdete Waldvogel hat hohe Ansprüche an seinen Lebensraum und braucht viel Ruhe. Um zu sehen, wie sich die Population entlang des deutsch-tschechischen Grenzkamms in den vergangenen Jahren entwickelt hat, wurde jetzt zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt ein Monitoring durchgeführt.

Kotproben liefern Hinweise

Weil die Tiere sehr scheu sind und Begegnungen mit Menschen für sie Stress bedeuten, wurden mehr als 1.000 Kotproben gesammelt und analysiert. Heute werden die Ergebnisse vorgestellt. Laut der Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald wurde damit erstmals wissenschaftlich untersucht, wie sich der Bestand über mehrere Jahre hinweg entwickelt hat und ob Schutzmaßnahmen, die oft kontrovers diskutiert wurden, gegriffen haben.

Bestand zuletzt etwas erholt

Experten erhoffen sich Antworten auf Fragen danach, wie viele Auerhühner im Nationalpark Bayerischer Wald leben, wo sie sich aufhalten und ob man zum Beispiel in Gegenden, in denen besonders viele der Vögel leben, Wanderwege schließen sollte. Beim letzten Monitoring vor einigen Jahren wurde die Zahl der Tiere auf rund 500 taxiert. Das waren schon deutlich mehr als in den 1980er Jahren, als Auerhühner fast als ausgestorben galten.