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Nach Hackerangriff: Experte lobt Vorgehen am Klinikum Fürth | BR24

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Das IT-System des Klinikums Fürth hat sich einen Virus eingefangen - offenbar durch einen Hackerangriff per Mail. Die Notversorgung im Krankenhaus funktioniert. Momentan können aber keine neuen Patienten aufgenommen werden.

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Nach Hackerangriff: Experte lobt Vorgehen am Klinikum Fürth

Das Klinikum Fürth hat mit seinem Notfallplan richtig auf den Virenangriff reagiert. Zu diesem Schluss kommt Thomas Petri, der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz. Das Krankenhaus nimmt aktuell immer noch keine weiteren Patienten auf.

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Es sei eine richtige Reaktion gewesen, die betroffenen Bereiche vom Netz zu nehmen und interne Verbindungen zu kappen. Das erklärte Thomas Petri, der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz. Petri lobte zudem, dass das Klinikpersonal die IT-Abteilung umgehend informiert habe. 

Art der Virus-Attacke noch ungeklärt

Nach dem Virenangriff, der bereits gestern festgestellt wurde, sucht ein Krisenstab aus IT-Experten derzeit noch nach der Ursache. Das Team befinde sich derzeit noch im Analyseprozess, sagt Klinik-Sprecher Rene Icgen. Solange nicht bekannt sei, mit welcher Art von Virus das Krankenhaus angegriffen wurde, sei es schwer, das Ausmaß und weitere Maßnahmen abzuschätzen, so Icgen.

Kein Notfalldienst derzeit

Das städtische Krankenhaus nimmt aktuell keine weiteren Patienten mehr auf, zudem fährt der Notfalldienst das Krankenhaus momentan nicht mehr an. Planbare Eingriffe für den heutigen Tag und für morgen seien bereits gestern abgesagt worden, bestätigte Icgen.

2016: Trojaner Angriff

Bereits 2016 wurde das Klinikum Fürth Opfer eines Trojaner-Angriffs. Gemäß Aussagen von Petri sei das Krankenhaus 2018 in die Kategorie der sogenannten KRITIS-Kliniken aufgestiegen. Demnach müsse die Klinik bestimmte IT-Sicherheitsanforderungen erfüllen, die regelmäßig überprüft würden.