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Exotische Pflanzen überwintern als Geschäftsmodell | BR24

© BR/Konstantin König

Exotische Pflanzen überwintern als Geschäftsmodell.

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Exotische Pflanzen überwintern als Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell klingt interessant: Eine Gärtnerei, deren Kunden nie etwas kaufen. In der Gemeinde Hausen im Landkreis Kelheim betreibt Florian Schmack eine Spezialgärtnerei für Kübelpflanzenüberwinterung - derzeit herrscht dort Hochbetrieb.

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Wenn man die Türe zu einem der Gewächshäuser von Florian Schmack aufmacht, dann weht einem ein bisschen Urlaub entgegen. Es riecht nach frischen Zitronen und nach exotischen Pflanzen - die Luft ist über 20 Grad warm und ziemlich feucht. Florian Schmack betreibt seit 25 Jahren eine Spezialgärtnerei für Kübelpflanzenüberwinterung.

"Wir haben insgesamt neun verschiedene Gewächshäuser und damit auch neun verschiedene Temperaturen, dass wir die Pflanzen eben auch so überwintern können, wie die im natürlichen Klima auch überwintern - von null bis 22 Grad." Florian Schmack
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Florian Schmack in einem seiner Gewächshäuser

Angefangen hat Florian Schmack eigentlich mit einer Gärtnerei für Schnittblumen. Ein Kunde bittet ihn dann einmal, einen Feigenbaum in seinem Gewächshaus zu überwintern. Damit ist die Idee geboren, von einer Spezialgärtnerei für Kübelpflanzenüberwinterung. Mittlerweile lagern in den Gewächshäusern über 4.000 Pflanzen.

Alles technisch gesteuert

Über die Jahre hat Florian Schmack immer mehr an den Details gefeilt. Alles kann individuell eingestellt werden. Die Temperatur, das Licht, die Bewässerung. Es gibt sogar eine Fußbodenheizung gegen den Frost von unten - gespeist von der Biogasanlage nebenan.

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Ehepaar Koller hat bei Florian Schmack 120 Hibiskus-Pflanzen eingewintert.

Kunden sind Restaurants, Gartenschauen, Hotels, Einkaufszentren oder Privatpersonen

Das Ehepaar Koller lagert seit Jahren ihre geliebten Hibiskus-Pflanzen bei Florian Schmack ein. Sie vertrauen voll auf seine Erfahrung.

"Herr Schmack ist ein Experte, der kennt sich aus. Er pflegt und gießt die Pflanzen nicht nur, er schaut auch, ob die Pflanzen von Schädlingen befallen sind. Er arbeitet eher auf der Bio-Schiene, er setzt Nützlinge wie Schlupfwespen ein, die die Blattläuse und anderen Schädlinge bekämpfen." Ehepaar Koller

In diesen Tagen geht es für Florian Schmack und sein Team so richtig los mit der Auslieferung. Im großen Lkw werden die Kübelpflanzen zu den Kunden gebracht. Die ganz großen Palmen oder Olivenbäume werden liegend transportiert - da wiegt der Topf schon über eine halbe Tonne.

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In den Gewächshäusern leben extra Bienen, die die Pflanzen bestäuben.

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Ein Lkw in den schon erste Pflanzen für die Auslieferung eingeladen wurden.

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Ein Sensor, der Feuchtigkeit und Temperatur im Gewächshaus misst.

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Hunderte Bäumchen voll mit Zitronen.