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Ex-Mitarbeiter von HWK-Tochter soll Millionen veruntreut haben | BR24

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Der ehemalige kaufmännische Leiter der GTO soll 2,1 Millionen Euro veruntreut haben

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    Ex-Mitarbeiter von HWK-Tochter soll Millionen veruntreut haben

    Der ehemalige kaufmännische Leiter der Steuerberatungsgesellschaft Gewerbe-Treuhand Oberfranken soll 2,1 Millionen Euro veruntreut haben. Die GTO ist eine Tochterfirma der Handwerkskammer für Oberfranken.

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    Der 59-Jährige habe für die Gewerbe-Treuhand Oberfranken (GTO) fast 600.000 Euro zu wenig an Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt, teilte die Handwerkskammer für Oberfranken mit, die Hauptanteilseignerin der GTO ist. Die Unregelmäßigkeiten seien bei einer Steuerprüfung durch das Finanzamt Bayreuth im Sommer festgestellt worden.

    Manipulierte Sammelüberweisungen

    Außerdem habe der ehemalige Mitarbeiter weitere Untreuehandlungen durch manipulierte Überweisungen vorgenommen und Auszahlungen vorgenommen, für die es noch keine Erklärung gebe, heißt es. Wie groß der dabei entstandene finanzielle Schaden ist, sei noch nicht ermittelt. Die Handwerkskammer rechnet aber mit einer Veruntreuung von mehr als zwei Millionen Euro.

    Wegen Untreue angezeigt

    Die GTO hat dem früheren kaufmännischen Leiter bereits fristlos gekündigt. Außerdem wurde er von der Handwerkskammer bei der Staatsanwaltschaft Hof wegen Untreue angezeigt. Der ehemalige Mitarbeiter befindet sich nach Angaben der Handwerkskammer auf freiem Fuß. Die GTO erstellt Bilanzen und Jahresüberschüsse sowie Steuererklärungen vor allem für Handwerksbetriebe, aber auch für Privatleute. Derzeit zählt die GTO rund 500 Mandanten.

    Vollversammlung sucht Lösungen

    Am Montag (16.12.19) beraten die Mitglieder der Handwerkskammer für Oberfranken bei einer Vollversammlung über die Zukunft der GTO. Dabei müssen die Mitglieder sowohl hohen Darlehen zur Überbrückung zustimmen wie auch eine Steuerberatungsgesellschaft finden, die als Gesellschafterin bei der Sanierung der GTO hilft. Andernfalls droht der Gewerbe-Treuhand Oberfranken die Insolvenz. Betroffen wären davon 26 Mitarbeiter.