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Ex-Leiterin von Kitzinger Stadtmuseum scheitert mit Klage | BR24

© Stadt Kitzingen
Bildrechte: Stadt Kitzingen

Das Stadtmuseum in Kitzingen

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    Ex-Leiterin von Kitzinger Stadtmuseum scheitert mit Klage

    Der Personalstreit um das Stadtmuseum in Kitzingen ist abgeschlossen. Die frühere Leiterin Stephanie Falkenstein ist mit einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Würzburg gescheitert. Die Auseinandersetzung hatte für Aufsehen gesorgt.

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    Von
    • Jürgen Gläser

    Stephanie Falkenstein, die ehemalige Leiterin des Museums der Stadt Kitzingen, ist am Dienstag mit einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Würzburg gescheitert. "Die endgültige Kündigung war rechtens", erklärt Oberbürgermeister Stefan Güntner. Damit geht das vorläufig letzte Kapitel um das Museum zu Ende. Das Museum der Stadt Kitzingen ist bereits seit September 2018 geschlossen. Im Dezember 2019 hatte Museumsleiterin Stephanie Falkenstein die Kündigung erhalten.

    Vertrag nicht verlängert

    Dass man ihren Vertrag nicht verlängern würde, hatte sie einen Tag vor der Stadtratssitzung vom Bayerischen Rundfunk erfahren. Am 23.01.2020 teilte die Stadt Kitzingen dann zu dieser Personalie in wenigen Zeilen mit: "Die von der Museumsleitung vorgelegten Konzeptentwürfe zur Umstrukturierung des Städtischen Museums Kitzingen fanden im Stadtrat keine Mehrheit. Der Stadtrat hat am 12.12. 2019 in nicht öffentlicher Sitzung die nicht einfache Entscheidung getroffen, eine außerordentliche, betriebsbedingte Kündigung auszusprechen." Gegen diese Stadtratsentscheidung hatte Stephanie Falkenstein vor dem Amtsgericht Würzburg geklagt.

    Museum geschlossen

    Am 25.06.2020 hatte der neu gewählte Kitzinger Stadtrat dann beschlossen, dass das Museum der Stadt dauerhaft zu bleibt. Zuletzt nur 5.000 Besucher pro Jahr – darunter viele Schulklassen: Das war dem Stadtrat zu wenig. Der Streit zwischen der Stadt Kitzingen und der ehemaligen Museumsleiterin hatte sich bis jetzt vor dem Arbeitsgericht Würzburg hingezogen. Das städtische Museum Kitzingen war im März 2007 in das dafür umfangreich sanierte Gebäude im altehrwürdigen "Brandenburgischen Kastenhof" in der Landwehrstraße eingezogen.

    Die Kosten damals für den Umbau: 3,1 Millionen Euro. Dass eine Stadt ihr Museum aufgibt und für immer zuschließt, hatte vergangenes Jahr bayernweit für Schlagzeilen gesorgt, selbst die Süddeutsche Zeitung berichtete.

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