BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Ex-CSU-Vorstand Kobler schließt Zusammenarbeit mit AfD nicht aus | BR24

© pa/ dpa/Armin Weigel

Der niederbayerische Landtagsabgeordnete Konrad Kobler bei der Landesversammlung der Arbeitnehmer-Union CSA in Deggendorf

1
Per Mail sharen

    Ex-CSU-Vorstand Kobler schließt Zusammenarbeit mit AfD nicht aus

    Das ehemalige CSU-Vorstandsmitglied Konrad Kobler kann sich mittelfristig eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD vorstellen. Damit geht der frühere Landtagsabgeordnete auf Konfrontationskurs zu Parteichef Markus Söder.

    1
    Per Mail sharen

    CDU und CSU könnten nach Ansicht des ehemaligen CSU-Vorstandsmitglieds Konrad Kobler mittelfristig mit der AfD zusammenarbeiten. "Mich stört, dass man immer auf die AfD eindrischt. Auch die AfD kann sich mittelfristig ändern", sagte der frühere Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Passau dem Bayerischen Rundfunk.

    CSU-Chef Markus Söder gegen jegliche Kooperation mit der AfD

    Damit widerspricht Kobler direkt der klaren Absage von CSU-Chef Markus Söder an jegliche Kooperation mit der AfD. Aus Sicht des 76-Jährigen sei nichts auf Ewigkeit festgeschrieben. Kritisch sieht Kobler in diesem Zusammenhang die wiederholte Ablehnung der Wahl eines Bundestagsvizepräsidenten von der AfD. Es müsse doch zu denken geben, wenn die Volksparteien CDU und SPD - wie in Thüringen geschehen - nur noch ein Drittel der Stimmen bekommen, so Kobler.

    Das kategorische Nein von CDU und CSU zur Zusammenarbeit mit der Linken dagegen unterstützt Kobler. Er sagt: "Um die Linke muss sich die SPD kümmern."

    Vergleich mit Grünen in den 80er-Jahren

    Kobler erinnerte in Zusammenhang mit der AfD an das Aufkommen der Grünen Mitte der 80er-Jahre. Der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß und viele seiner Anhänger hätten die Grünen als "Übergangserscheinung" betrachtet. Das habe sich nicht bewahrheitet. Ähnlich könne es mit der AfD geschehen.

    CSU-Generalsekretär Markus Blume spricht sich gegen Koalition aus

    Nach dem Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Thüringen ist innerhalb der CSU eine Debatte über den Umgang mit der rechtspopulistischen Partei neu entbrannt. CSU-Generalsekretär Markus Blume betonte in München: «Für die CSU ist klar: Mit den extremen Rändern koaliert man nicht, man muss sie bekämpfen», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München.