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Huber kritisiert Seehofers Verhandlungstaktik im Asylstreit | BR24

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Erwin Huber

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Huber kritisiert Seehofers Verhandlungstaktik im Asylstreit

Nach dem Asylstreit in der Union übt der ehemalige CSU-Chef Huber harsche Kritik an Seehofer. Beim Sonntags-Stammtisch des BR Fernsehens mahnt Huber, nach dem "Tunnelblick" auf die Flüchtlingspolitik jetzt den Fokus auf andere Themen zu richten.

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Der einstige CSU-Chef Erwin Huber hat beim Sonntags-Stammtisch des BR Fernsehens die Verhandlungstaktik von Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer im Asylstreit kritisiert: "Der Preis war zu hoch", die gerade einmal drei Monate alte Regierung in der Handlungsfähigkeit zu beschneiden und die Fraktionsgemeinschaft von CDU und CSU an den Rande des Bruches zu bringen.

Huber: Rücktrittsangebot Seehofers "problematisch"

Mit seinem Rücktrittsangebot habe Seehofer die Debatte auf eine unangebrachte personelle Ebene gebracht und unnötigen Druck erzeugt. Bei der Suche nach einem Kompromiss in einer so schwierigen Angelegenheit sei das "problematisch".

Mit dem aktuellen Asylkompromiss sei er letztendlich zufrieden, denn man müsse Vorsorge treffen, dass sich die Flüchtlingskrise 2015 nicht wiederhole, so Huber. Aber "man hätte das Ganze im Miteinander erreichen sollen."

CSU sollte nun den Blick auf andere Themen richten

Außerdem forderte Erwin Huber, nun wieder andere Themen wie beispielsweise den Wohnungsmangel oder die Pflege in den Mittelpunkt zu stellen. "Wir haben die letzten drei Wochen den Eindruck erweckt, es gäbe nur noch Flüchtlingspolitik in Deutschland. Das ist eine Verengung, ein Tunnelblick, das ist falsch."

Aus diesem Grund seien auch die Umfragewerte für die CSU zuletzt gesunken. "Das Kampfgetümmel, der Pulverdampf machen im Moment den Blick noch nicht ganz klar", so Huber. Das müsse sich im Wahlkampf vor der Landtagswahl nun ändern, damit die CSU als Volkspartei Erfolg haben könne.

Heute war neben dem CSU-Politiker Huber auch der Kabarettist Christian Springer am Sonntags-Stammtisch zu Gast, außerdem Karikaturist Dieter Hanitzsch und Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums. Moderiert wurde die Sendung von Tilmann Schöberl.