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Ex-AfD-Mann Plenk unter Polizeischutz | BR24

© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Markus Plenk, ehemaliger Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag

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    Ex-AfD-Mann Plenk unter Polizeischutz

    Markus Plenk sagt, ihm schlage der Hass entgegen. Nachdem er angekündigt hat, aus der AfD aus- und in die CSU eintreten zu wollen, steht der Ex-Fraktionschef unter Polizeischutz. Auch darum sieht er sich in seiner Entscheidung bestätigt.

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    Der Ex-Fraktionsvorsitzende der AfD im bayerischen Landtag, Markus Plenk, steht nach eigenen Angaben inzwischen unter Polizeischutz. "Ich habe sehr viele Hassmails und Drohungen bekommen", sagte Plenk am Montag in München. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. "Bis zu Morddrohungen war alles dabei." Am Montag sei er nun offiziell aus der Landtagsfraktion und der Partei ausgetreten. "Mit sofortiger Wirkung", sagte Plenk der Deutschen Presse-Agentur.

    Heftige Anfeindungen gegen Plenk

    Er habe wegen dieser Entscheidung mit Anfeindungen gerechnet - "aber nicht in dieser Intensität". Der Hass, der ihm nun entgegen schlage, "zeigt, dass es im Dunstkreis von AfD-Sympathisanten einige Extremisten geben muss" - mit "sehr vielen Gewaltfantasien". Diese Reaktionen bestätigten ihn darin, "dass meine Entscheidung richtig war", betonte Plenk. "Ein Bio-Bauer passt offensichtlich nicht zur AfD."

    Innerhalb der bayerischen AfD brodelt der Richtungsstreit

    Hintergrund seines Rückzugs aus der rechtspopulistischen Partei und deren Fraktion im Landtag ist ein parteiinterner Richtungsstreit. "Bei der CSU wäre ich kein Rechtsaußen, sondern in der Mitte anzusiedeln", sagte Plenk der "SZ" (Sonntag) zufolge. Darum will er zu den Christsozialen überlaufen. Einen Mitgliedsantrag habe er noch nicht eingereicht, sagte er nun. Er wolle es "langsam angehen". "Man will ja nicht mit der Tür ins Haus fallen." Vorerst wolle er als fraktionsloser Abgeordneter Mitglied des Landtags bleiben. "Ich behalte mein Mandat."

    Signal an Ebner-Steiner?

    Plenk hatte die AfD-Fraktion seit Herbst 2018 zusammen mit der Co-Vorsitzenden Katrin Ebner-Steiner geführt. Diese behält ihren Posten. Im Gegensatz zu Ebner-Steiner, die dem rechtsnationalen "Flügel" der AfD zugerechnet wird, gilt Plenk als eher gemäßigt. Sein Austritt sei "sicherlich ein Signal" und wird aus seiner Sicht kein Einzelfall bleiben. "Ich glaube nicht, dass sich das alle dauerhaft antun wollen."