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EU-Kommission reagiert auf Wunschzettelaktion in Roth | BR24

© picture-alliance/dpa

Wunschzettel ans Christkind

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    EU-Kommission reagiert auf Wunschzettelaktion in Roth

    Die Wunschzettelaktion zum Rother Weihnachtsmarkt zieht europaweit Kreise. Die Europäische Kommission sieht sich durch die Rother Aktion heute zu einer Stellungnahme gezwungen.

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    Wegen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung hatte es große Zweifel gegeben, ob die beliebte Wunschzettelaktion auf dem Rother Christkindlesmarkt stattfinden kann. Nun kam eine Stellungnahme aus München zu diesem Thema: Die Europäische Datenschutzgrundverordnung verbietet laut Erklärung der EU-Kommission in keiner Weise Wunschzettel-Aktionen zu Weihnachten. Berichte, die auf das Gegenteil schließen lassen, seien falsch.

    Zustimmung der Eltern erforderlich

    Um Geschenke an die Kinder zu liefern, dürften die Kontaktdaten der Familie aufgenommen werden – vorausgesetzt, die Eltern stimmen zu. "Das sind die Regeln, die schon seit 20 Jahren gelten. Die Datenschutzgrundverordnung hat daran nichts geändert", heißt es in der Mitteilung der EU-Kommission.

    Die Stadt Roth hat ein Wunschzettel-Formular veröffentlicht, mit dem die Zustimmung der Eltern eingeholt wird. Individuelle Aktionen von Städten oder anderen Einrichtungen werden durch die EU-Vorschriften nicht verhindert, so die Vertretung der EU-Kommission in München.

    Wunschzettel-Formular auf der Seite der Stadt-Roth

    In Roth hatte die Datenschutzverordnung noch kurz vor dem heutigen Beginn des Weihnachtsmarktes für Verwirrung gesorgt. Schließlich konnten aber alle Datenschutzbedenken ausgeräumt werden. Damit alles korrekt abläuft, gibt es auf der Homepage der Stadt nun ein Formular zum Herunterladen. Darauf ist auch ein Feld, auf dem die Eltern ihr Einverständnis geben müssen, dass die persönlichen Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen – so wie von der EU-Kommission gefordert.

    Wunschzettel an Wunschbaum oder in Wunschschachtel

    Diesen ausgedruckten und unterschriebenen Wunschzettel können die Kinder entweder an den beliebten Wunschbaum hängen oder in eine aufgestellte Schachtel auf dem Christkindlesmarkt in Roth werfen. Die Wünsche werden dann an externe Sponsoren weitergereicht. In den vergangenen Jahren seien 3.000 bis 4.000 Wunschzettel zusammengekommen, so Hanker. Die Kinder wünschten sich neben kleinen Sachgeschenken wie Bücher auch einen Besuch beim Bürgermeister oder eine Fahrt mit dem Feuerwehrauto.

    Die Wünsche können bis zum 9. Dezember abgegeben werden. Der Rother Christkindlesmarkt läuft noch bis zum 9. Dezember jeweils von Donnerstag bis Sonntag.