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Das Münchner Oktoberfest ist weltbekannt. Davon würden viele gerne profitieren und auch anderswo Oktoberfeste einführen. Doch die EU-Behörde für geistiges Eigentum hat das Oktoberfest jetzt zur geschützten Marke erklärt.

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EU-Behörde erklärt Oktoberfest zur geschützten Marke

Das Münchner Oktoberfest ist weltbekannt. Davon würden viele gerne profitieren und auch anderswo Oktoberfeste einführen. Doch die EU-Behörde für geistiges Eigentum hat das Oktoberfest jetzt zur geschützten Marke erklärt.

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Von
  • David Herting
  • Birgit Grundner

Es gibt bestimmt Hunderte Oktoberfeste rund um den Globus. Die Stadt München aber ist damit nicht einverstanden. Am meisten Schlagzeilen machte der Fall eines geplanten Oktoberfests in Dubai. Jetzt hat die EU-Behörde für geistiges Eigentum das Oktoberfest zur geschützten Marke gemacht.

Münchner Oktoberfest als eingetragene Marke

Fünf Jahre lang hat die EU-Behörde mit Sitz im Spanischen Alicante den Antrag der Stadt München geprüft. Jetzt endlich erscheint das "Oktoberfest" tatsächlich als Marke auf der Website der Behörde mit dem Status "registriert". So will die Stadtverwaltung Wildwuchs und Profitmacherei vorbeugen.

Markenschutz gilt zunächst fünf Jahre

Geschützt sind ab jetzt 22 unterschiedliche Produktklassen – von Seife über Kreditkarten bis hin zum Uniformverleih. Die unzähligen Oktoberfest-Kopien, die von Brasilien bis Dubai existieren, können aber weiterhin stattfinden, sie brauchen allerdings jetzt eine Erlaubnis dafür.

Der weltweit weniger bekannte Begriff Wiesn und Begriffe im Zusammenhang damit, zum Beispiel "oide Wiesn" oder" Wiesn-Bier" sind übrigens schon sehr viel länger geschützt. Der EU-Schutz für die Verwendung des Begriffs "Oktoberfest" gilt erst mal nur bis 2026.

Wiesnchef freut sich über Markenschutz

Der Münchner Wiesn-Chef, Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) zeigt sich erfreut über den Markenschutz fürs Oktoberfest. Die Entscheidung der EU-Behörde für geistiges Eigentum (EUIPO) umfasst 22 Produktklassen von Erzeugnissen über Dienstleistungen bis hin zur Tourismuswerbung. Damit könne man nun Trittbrettfahrer, die ihre sonst unverkäuflichen Waren mit dem Namen Oktoberfest verkaufen wollen, an die Zügel nehmen, stellt Baumgärtner fest.

Trittbrettfahrer sollen verklagt werden

Denn "irgenwelche Pfennig-Wegwerf-Artikel" seien nicht das, was mit der "Qualitätswiesn" in Verbindung gebracht werden solle. Zugleich kündigte Baumgärtner an, dass man Kopien der Wiesn - anders als die historisch gewachsenen "Oktoberfeste" außerhalb Münchens wie etwa in der Partnerstadt Cincinatti - weiter juristisch verfolgen und gegebenenfalls auch klagen werde. Auch hier wolle man unterbinden, dass jemand "auf unserem Erfolg Trittbrett" fährt. Erst im Frühjahr war die Stadt rechtlich gegen den Veranstalter des geplanten "Oktoberfest goes Dubai" vorgegangen.

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Der Münchner Wiesn-Chef, Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) zeigt sich erfreut darüber, dass das Münchner Oktoberfest nun eine geschützte Marke ist.

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