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Für Bedürftige bringt die Corona-Krise besondere Probleme: Weil Kitas und Schulen derzeit geschlossen sind, muss das Essen nun für mehr Familienmitglieder reichen. Doch viele Tafeln in Bayern sind derzeit wegen Corona-Gefahren geschlossen.

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Essen für Bedürftige: Viele Tafeln wegen Corona geschlossen

Für bedürftige Familien bringt die Corona-Krise besondere Probleme: Weil Kitas und Schulen derzeit geschlossen sind, muss das Essen nun für mehr Familienmitglieder reichen. Doch viele Tafeln in Bayern sind derzeit wegen Corona-Gefahren geschlossen.

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Von
  • Gerhard Brack
  • Annette Kugler

Rund die Hälfte aller Tafeln in Bayern haben ihre Ausgaben derzeit geschlossen. Denn die meisten Mitarbeiter sind Senioren. Damit ist für die Helfer dort das Coronavirus besonders gefährlich. Von den insgesamt 160 bayerischen Tafeln haben deshalb momentan 78 zu, teilt der Landesverband der Tafel Bayern mit. Doch etwa die Hälfte der Tafeln unterstützt die Bedürftigen weiterhin - beispielsweise mit Lebensmittel-Paketen, Essenslieferungen oder Einkaufsgutscheinen.

Mit Maske und Handschuhen hinter der Plexiglasscheibe

In Fürth gibt es seit gestern eine alternative Tafel als Ersatz, bis die normale Tafel wieder öffnet. Die Initiative "Fürther sind solidarisch" packt Mehl, Nudeln, Konserven, Hygieneartikel, Müsli, Kaffee und Tee in Tüten. Bei der Ausgabe sitzen die Freiwilligen mit Masken und Handschuhen hinter einer Plexiglasscheibe, die gepackten Tüten dürfen sich Bedürftige dann einzeln mitnehmen.

Lebensmittelverteilung in der Turnhalle

Das Diakonische Werk Kronach-Ludwigsstadt/Michelau in Oberfranken verteilt Gutscheine im Wert von zehn Euro, die Betroffene in den Geschäften einlösen können. Andernorts helfen junge Ehrenamtliche aus, damit ältere Helfer zuhause bleiben können. In Landshut werden die Lebensmittel jetzt in der Turnhalle einer Grundschule ausgegeben, damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Warmes Mittagessen und Suppe

In München verteilt die Initiative "Das Westend tafelt" derzeit täglich ein kostenloses Mittagessen an Obdachlose oder sozial Benachteiligte. 100 Portionen stehen jeden Mittag in einem roten Lieferwagen in der Schrenkstraße 8 im Stadtteil Westend bereit. Gewählt werden darf zwischen einem vegetarischen Gericht und einem mit Fleisch, also etwa Würschtl mit Kraut oder Rahmschwammerl mit Semmelknödel. Corona-bedingt gibt es das warme Essen fertig verpackt zum Mitnehmen.

Finanziert wird die Aktion vom örtlichen Bezirksausschuss und der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern. Außerdem betreibt die Stadt München zusammen mit Caritas, Diakonie und Bahnhofsmission zwei Foodtrucks, an denen täglich 500 bis 600 Portionen Suppe verteilt werden.

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