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Es darf wieder getrödelt werden: Flohmärkte sind erlaubt | BR24

© BR/Tina Wenzel

Ein Verkaufsstand auf dem Grafflmarkt in Fürth.

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    Es darf wieder getrödelt werden: Flohmärkte sind erlaubt

    Brettspiele, Bücher, Hosen, Mikrowellen, Fahrräder. Seit dem 15. Juli darf auf Flohmärkten wieder alles verkauft werden, was nicht mehr im eigenen Haushalt gebraucht wird. Aber trotzdem gelten für Verkäufer und Kunden noch strenge Regeln.

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    Sie weiß schon, worauf es ankommt: Claudia Hartl hat mit einem eigenen Hygienekonzept ihren Flohmarkt in München-Riem schon seit dem 6. Juni geöffnet. Bei ihr brauchen Besucher eine bereits vorher gekaufte Online-Eintrittskarte. Auch die Verkäufer haben Vorgaben: sie benötigen ein Auto und einen Tisch zum Verkauf.

    Finger weg! – Stöbern nicht erlaubt

    Die Regeln sehen vor, dass Waren von den Besuchern vor dem Kauf nicht angefasst werden dürfen. Das kann zwar nicht hundertprozentig funktionieren, zum Beispiel bei Schallplattensammlungen. Claudia Hartl erklärt aber das Verbot: "Das richtet sich an Leute, die grundsätzlich alles antatschen, was herumliegt. Da wo Kaufinteresse ist, dürfen sie zugreifen. Wir haben auch vor Ort eine Desinfektionsstation für die Gegenstände." Außerdem kann zwar bar, aber nur kontaktlos bezahlt werden. Das Geld muss in Schälchen oder auf Teller gelegt werden.

    Gedränge vermeiden

    Für die großen Flohmärkte wie den flächenmäßig größten Bayerns in Münchener Stadtteil Riem, aber ebenso für kleine Hofflohmärkte gilt: Trödeln nur mit Abstand! Es dürfen sich nicht mehr als drei Personen jeweils an einem Stand befinden. Maske und Abstandsregeln sind sowieso Voraussetzung.

    Verändertes Kaufverhalten

    Weil etliche der Käufer aus dem benachbarten Ausland noch nicht anreisen können oder dürfen, stellt Claudia Hartl bei ihren bisherigen Flohmärkten in Riem ein anderes Kaufverhalten fest: Während ansonsten Anhänger voller Fahrräder abtransportiert werden, sind Radl, Kaffeemaschinen und andere Elektrogeräten derzeit nicht annähernd so begehrt.

    Stattdessen ist das Angebot eindeutig: Es findet sich vieles auf den Verkaufstischen wieder, was die Menschen während des Lockdowns aus ihren Kellern, Rumpelkammern und Garagen aussortiert haben. Aber für fast jedes Töpfchen findet sich offenbar immer noch ein Deckelchen.

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