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"Reißleine gezogen": Wieder Ärger um Dokuzentrum Obersalzberg | BR24

© picture alliance / -/ramicsoenario Ausstellungsgestaltung/dpa

Die Computersimulation zeigt die neue Dauerstellung der Dokumentation Obersalzberg

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    "Reißleine gezogen": Wieder Ärger um Dokuzentrum Obersalzberg

    "Störungen im Planungs- und Bauablauf": Die Fertigstellung der Erweiterung des Dokumentationszentrums am Obersalzberg verzögert sich. Ob der bereits erhöhte Kostenrahmen eingehalten werden kann, ist unklar.

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    Das Bayerische Bauministerium hat eine Verzögerung bei der Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Dokumentation auf dem Obersalzberg angekündigt. Derzeit gehe man von einer Fertigstellung des Erweiterungsneubaus im Winter 2021/22 aus. Ursprünglich war eine Eröffnung für 2019 vorgesehen.

    Dem für die Statik zuständigen Ingenieurbüro wurde gekündigt

    Grund seien Störungen im Planungs- und Bauablauf, so das Ministerium. Verantwortlich für die jetzigen Verzögerungen sei der beauftragte Tragwerksplaner (Statiker), heißt es in der Pressemitteilung. Bereits im vergangenen Jahr sei einem Ingenieurbüro gekündigt worden, weitere Kündigungen von Planungsbeteiligten stünden an, heißt es weiter. Die Planungsbüros sollen für mögliche Mehrkosten in Regress genommen werden.

    "Zahlreiche vom zuständigen Bauamt in Auftrag gegebene Leistungen wurden entweder gar nicht oder schlecht erbracht. Deswegen haben wir nun die Reißleine gezogen. Aber auf dieses so wichtige Bauprojekt hat es leider sehr negative Auswirkungen." Bauministerin Kerstin Schreyer

    Nachfolgebüros sollen nun die fehlenden Leistungen erbringen oder mangelhafte Leistungen überarbeiten. Ob der Kostenrahmen von rund 30 Millionen Euro eingehalten werden könne, müsse jetzt geprüft werden, so das Bauministerium in seiner Mitteilung. Ursprünglich hätte der Erweiterungsbau einmal 14 Millionen Euro kosten sollen.

    Großes Besucherinteresse

    Erst im Oktober wurde das 20-jährige Bestehen der Dokumentation gefeiert. Die Besucherzahlen sind enorm, rund 170.000 Menschen kommen jährlich um sich über die Geschichte des Obersalzbergs und des Dritten Reichs zu informieren. Seit 2017 baut man an der Erweiterung, die die Ausstellungsfläche vervierfachen soll. Der Rohbau ist inzwischen fertiggestellt, der technische Ausbau soll im Frühjahr beginnen, schreibt das Bauministerium in seiner Mitteilung.

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