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Ertrunkene werden nicht obduziert | BR24

© Benjamin Liss

Die Buchenegger Wasserfälle bei Oberstaufen

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    Ertrunkene werden nicht obduziert

    Bei den beiden toten Wanderer in den Buchenegger Wasserfällen bei Oberstaufen (Lkr. Oberallgäu) deutet nichts auf Fremdverschulden hin. Die Leichen werden nicht obduziert. Ein 17-jähriger Flüchtling und sein Betreuer waren gestern ertrunken.

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    Nach weiteren Zeugenvernehmungen liegen der Polizei keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Zur Örtlichkeit erklärte ein Polizeisprecher, dass es sich um ein "stufenförmiges Wasserlaufbecken" handelt.

    Betreuer springt Flüchtling nach

    Der 31-jährige Betreuer sprang dem 17-jährigen Flüchtling in ein erstes Becken nach. Beide wurden dann von der Strömung in ein zweites Becken weiter gespült. Dort bargen Taucher später die beiden Toten unter Wasser.

    Die Wassertiefe beträgt in diesem Bereich stellenweise zwei bis drei Meter. Außerdem entwickelt sich in diesem Bereich eine "Wasserwalze mit Strudelwirkung", die Körper nach unten ziehen und unter Wasser halten könne, so die Polizei. Allerdings handelt es sich nach Auskunft der Polizei nicht um einen besonders gefährlichen oder durch Unfälle auffälligen Bereich.

    Genaue Unfallursache unklar

    Das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West in Kempten hat keine Hinweise, dass der Jugendliche aus Übermut ins Wasser sprang. Noch nicht geklärt werden konnte, ob der Jugendliche gestolpert oder ausgerutscht ist. Unklar ist auch, ob er und sein Betreuer sich im Fallen oder beim Aufprall aufs Wasser verletzten und sich deshalb nicht retten konnten.

    Die zehnköpfige Gruppe mit minderjährigen Flüchtlingen aus dem Oberallgäu im Alter zwischen 14 und 18 Jahren war auf dem Wanderweg unterwegs. Zur Absturzstelle führt ein Trampelpfad weg vom gesicherten Wanderweg zur Hang- oder Felskante, an der das Unglück passiert ist.