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Erstmals Warnstreik bei unterfränkischem Großbäcker Hiestand | BR24

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Es ist der erste Warnstreik der Firmengeschichte. Bei der Großbäckerei Hiestand im unterfränkischen Gerolzhofen legen rund 100 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Die Angestellten fordern mehr Lohn.

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Erstmals Warnstreik bei unterfränkischem Großbäcker Hiestand

Es ist der erste Warnstreik der Firmengeschichte. Bei der Großbäckerei Hiestand im unterfränkischen Gerolzhofen legen rund 100 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Die Angestellten fordern mehr Lohn – doch das Unternehmen will nicht mehr verhandeln.

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Warnstreik in Gerolzhofen: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft die Beschäftigten der Großbäckerei Hiestand dazu auf, für vier Stunden die Arbeit niederzulegen. Bislang habe man sich immer einigen können, heißt es von der Gewerkschaft. Nun aber habe die Geschäftsleitung von Hiestand in der ersten Verhandlungsrunde bekanntgeben: Es gebe diesmal nichts zu verteilen.

Gewerkschaft fordert Lohnerhöhung und mehr Azubis

Etwa 100 Mitarbeiter haben sich vor dem Firmengelände eingefunden. Nach Angaben eines NGG-Sprechers ist es der erste Warnstreik der Firmengeschichte. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung um 4,5 Prozent für die 350 Mitarbeiter. Die NGG ist aufgebracht darüber, dass das Unternehmen den sogenannten Flexi-Tarifvertrag gekündigt habe. Das würde die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern.

Eine weitere Verhandlungsrunde, die eigentlich für den Donnerstag geplant war, hatte das Unternehmen zuvor abgesagt, so die Gewerkschaft. Außerdem fordert die NGG, dass bei Hiestand in jedem Ausbildungsjahr vier weitere Azubis im Lager und der Produktion eingestellt werden.

Großbäckerei Hiestand fertigt mehrere Millionen Teiglinge

Hiestand gehört seit 2008 zum Aryzta-Konzern und damit zum europaweit größten Produzenten von Teiglingen für Discounter, Schnellrestaurants und die Industrie. Nach eigenen Angaben produziert der Betrieb unter anderem jährlich rund 250 Millionen Cookies für ganz Europa und Asien.

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