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Erstmals in 190 Jahren: Diözesanfußwallfahrt Regensburg abgesagt | BR24

© regensburger-fusswallfahrt.de/Birkmeier Konrad

Rund 7.000 Pilger machen sich seit 190 Jahren jedes Jahr gemeinsam auf den Weg ins 111 Kilometer entfernte Altötting.

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    Erstmals in 190 Jahren: Diözesanfußwallfahrt Regensburg abgesagt

    Rund 7.000 Pilger machen sich seit 190 Jahren jedes Jahr gemeinsam von Regensburg aus durch Niederbayern auf den Weg ins 111 Kilometer entfernte Altötting. In diesem Jahr muss die Wallfahrt wegen der Corona-Krise das erste Mal aussetzen.

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    Pilgerführer Bernhard Meiler hat zusammen mit der Vorstandschaft des Vereins der Regensburger Diözesanfußwallfahrt e.V. und des Pilgerausschusses beschlossen, die diesjährige Fußwallfahrt vor Pfingsten nicht durchzuführen. Es wäre "unverantwortlich", so der Pilgerführer auf der Vereins-Homepage. Aber: Es wird eine kleinere Wallfahrt im Herbst geben, heißt es.

    Ansteckungsgefahr zu groß

    Die Gefahr sich mit dem Coronavirus zu infizieren sei bei so vielen Menschen in so vielen Ortschaften zu groß. Viele Pilger, Helfer und Organisationen seien an der dreitägigen Wallfahrt beteiligt. Außerdem würden die Pilger durch mehrere Ortschaften ziehen und dort Rast machen, begründet Bernhard Meiler die Entscheidung des Vereins weiter. Auch gegenüber den Quartiergebern sei es nicht zu verantworten, dass diese die Pilger in der momentanen Situation aufnehmen sollen.

    Trostpflaster im Herbst

    Gleichzeitig machen die Veranstalter Hoffnung: Im gemeinsamen Gespräch mit dem Pilgerführer kam es zu dem Vorschlag, sobald sich die Lage beruhigt hat und es möglich erscheint, eine große Diözesanfußwallfahrt als dreitägige "Dankwallfahrt" im Herbst abzuhalten.

    Tausende pilgerten im vergangenen Jahr

    Die Fußwallfahrt von Regensburg durch Niederbayern nach Altötting - dem größten deutschen Marienwallfahrtsort - findet seit 1830 jährlich statt. Sie beginnt stets am Donnerstag vor Pfingsten, erstreckt sich über eine Länge von 111 Kilometern und dauert drei Tage. Vergangenes Jahr nahmen rund 7.000 Menschen an dem Ereignis teil.