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Erster Zug fährt auf der neuen Spessart-Strecke | BR24

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Erster Zug fährt auf der neuen Spessart-Strecke

Heute fährt der erste Zug über die neue Bahnstrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken, die Umfahrung des Schwarzkopftunnels. Zeitgleich werden die alte Strecke und der Bahnhof Heigenbrücken stillgelegt. Von Katrin Küx

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Dafür wird der neue Bahnhalt Heigenbrücken in Betrieb genommen. Dann beginnt die Verfüllung des alten Schwarzkopftunnels mit etwa 68.000 Kubikmeter Abraum.

Zunächst nur eingleisige Befahrung

Allerdings muss der Bahnhalt Heigenbrücken noch fertiggestellt werden, da dieser auf etwa 100 Meter Länge in die heutige Strecke hineinragen wird. Daher werden für etwa fünf Tage die Züge auf zwölf Kilometer Länge zwischen Laufach und Wiesthal nur eingleisig fahren können.

Weitere Sperrung nötig

Vom 24. bis zum 26. Juni wird die Strecke aber nochmals total gesperrt, um weitere Arbeiten vorzunehmen. Regionalzüge werden durch Busse ersetzt, es gibt Zugausfälle und es gelten veränderte Fahrzeiten. Fernzüge zwischen Hanau und Würzburg werden umgeleitet, wodurch der Halt in Aschaffenburg entfällt. Die Reisezeit verlängert sich um bis zu 75 Minuten. Ab dem 26. Juni können die Züge regulär zwei Gleise auf der neuen Schwarzkopftunnelumfahrung nützen.

Hintergrund

Die Strecke der so genannten "Main-Spessart-Bahn" zwischen Hanau und Würzburg zählt zu den am stärksten befahrenen Strecken im Eisenbahnnetz der Deutschen Bahn. Ein Neubau zwischen Laufach und Heigenrücken war notwendig, weil sich eine Sanierung des rund 160 Jahre alten Schwarzkopftunnels nicht gelohnt hätte. Außerdem gilt der Abschnitt als Nadelöhr, da Güterzüge auf der steilen Spessartrampe oft angeschoben werden müssen und es so zu Verzögerungen kommt. Die neue sieben Kilometer lange zweigleisige Strecke, für die vier Tunnel in den Berg gesprengt wurden, verläuft wesentlich flacher.