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Erster Schultag

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Erster Schultag - Mehr als 8.000 Erstklässler in Oberfranken

In Oberfranken ist für mehr als 8.000 ABC-Schützen heute der erste Schultag. Die Zahl der Grundschüler ist dabei seit 2014 kontinuierlich gestiegen. Und auch mehr Lehrer haben sich in diesem Schuljahr in die Region versetzen lassen.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

8.293 Erstklässler gehen heute zum ersten Mal in die Schule, so die Regierung von Oberfranken. Die Gesamtzahl der Grundschüler im Regierungsbezirk ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,23 Prozent auf insgesamt 33.435 Schüler gestiegen, heißt es weiter. Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse beträgt 20,61.

Geringere Schülerzahl an Mittelschulen

An den oberfränkischen Mittelschulen sind die Zahlen hingegen leicht zurückgegangen – um 2,64 Prozent auf 15.975 Schüler. An den 17 Berufsschulen in Oberfranken werden mehr als 20.000 Schüler in 160 Berufen ausgebildet. Hier seien die Zahlen nach Angaben der Regierung angestiegen, weil viele Flüchtlinge neu an die Berufsschulen gekommen sind.

Neue Lehrer eingestellt

Genaue Lehrerzahlen wollte Regierungssprecher Oliver Hempfling auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks nicht nennen. "Der Bedarf an Lehrern ändert sich mit der Schülerzahl. Deshalb kann man die Zahlen aus dem Vorjahr nicht mit den diesjährigen Zahlen vergleichen. Aber wir konnten alle Lücken, die durch Ruhestand, Schwangerschaft oder ähnliches entstanden sind, füllen", so Hempfling. Der Grund: Es wurden genügend neue Lehrer eingestellt oder aus anderen Regierungsbezirken nach Oberfranken versetzt, so der Regierungssprecher.

Oberfranken zieht Lehrer an

Im vergangenen Jahr hatten sich nur 55 Lehrer nach Oberfranken versetzen lassen – im neuen Schuljahr sind es 221, also viermal so viele. Allein aus Oberbayern kommen 106 Lehrkräfte nach Oberfranken. 73 Lehrerinnen und Lehrer von Realschulen oder Gymnasien absolvieren in diesem Jahr eine Zweitqualifikation für Grund- und Mittelschule. Dort werden bekanntlich händeringend Lehrer gesucht. Wenn ein Lehrer krank wird, soll laut Regierung ein Ersatz zur Verfügung stehen und kein Unterricht ausfallen. Sogenannte mobile Reserven, also Ersatzlehrkräfte, werden für Oberfranken im Umfang von 147 Vollzeitstellen bereitgestellt.

45 Übergangsklassen für Flüchtlingskinder

Auch in diesem Schuljahr spielt die Integration von Flüchtlingskindern eine große Rolle. An den oberfränkischen Grund- und Mittelschulen sind zum Schuljahresbeginn 45 Übergangsklassen eingerichtet, in denen Kinder von Asylbewerbern intensiv auf den normalen Schulbetrieb vorbereitet werden. Die Kinder sollen möglichst schnell Deutsch lernen und in die Regelklassen wechseln können. Im Zentrum stehen deshalb Sprach- und Alphabetisierungskurse und Projekte, die Werte und Sozialkompetenz vermitteln.

Inklusion an oberfränkischen Schulen

Neben der Integration ist auch die Inklusion von behinderten Kindern und Jugendlichen weiter ein Thema. 16 oberfränkische Grund- und Mittelschulen, zwei Förderzentren, eine Berufsschule und eine Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung haben inzwischen das Schulprofil Inklusion. Die Förderzentren unterstützen andere Schulen mit dem sogenannten mobilen sonderpädagogischen Dienst. Hier stehen 2.240 Lehrerstunden von Sonderpädagogen zur Verfügung. Großer Bedarf herrscht laut Regierung bei den offenen Ganztagesangeboten an den Grundschulen. Die Anzahl der Gruppen ist von 171 im vergangenen Jahr auf 295 angestiegen.