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Erster Schultag an neuer Hebammenschule in Aschaffenburg | BR24

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An der neuen Hebammenschule in Aschaffenburg ist heute der erste Schultag für 19 zukünftige Geburtshelferinnen.

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Erster Schultag an neuer Hebammenschule in Aschaffenburg

An der neuen Hebammenschule in Aschaffenburg ist heute der erste Schultag für 19 zukünftige Geburtshelferinnen. Sie starten ihre dreijährige Ausbildung. Das Ziel der Berufsfachschule: Hebammen aus der Region für die Region ausbilden.

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© Katrin Küx/BR-Mainfranken

An der neuen Hebammenschule in Aschaffenburg ist heute der erste Schultag für 19 zukünftige Geburtshelferinnen. Sie starten ihre dreijährige Ausbildung. Das Ziel der Berufsfachschule: Hebammen aus der Region für die Region ausbilden.

Vor zwei Jahren musste die Hebammenschule am Aschaffenburger Klinikum mit dem Weggang der damaligen Leiterin schließen. Heute ist in den neuen Räumlichkeiten im Bayernhafen der erste Schultag für 19 Schülerinnen. Sie beginnen mit ihrer dreijährigen Ausbildung.

Hebammen aus der Region für die Region

"Obwohl wir nur in der Region Anzeigen geschaltet haben, bekamen wir mehr als 400 Bewerbungen zugeschickt", erzählte die neue Leiterin der Berufsfachschule für Hebammen, Julia Berger, dem Bayerischen Rundfunk. "Der Bedarf an Hebammen ist überall riesig. Wir wollten die Mädels aus der Region für die Region ausbilden. In der Vergangenheit waren viele von außerhalb und sind auch wieder in ihre Heimatorte gegangen. Wir sind etwas egoistisch und wollten nur für unseren Kreißsaal ausbilden in der Hoffnung, dass sie auch bei uns bleiben", so Berger.

Hebammen-Ausbildung künftig an der Uni

Sie hofft, dass wenigstens fünf ihrer Schülerinnen später am Aschaffenburger Klinikum arbeiten werden. Dort sind aktuell 37 Hebammen beschäftigt. Berger zufolge nicht genug, denn die Geburtenzahlen sind steigend. Doch mit der Ausbildung wird es spätestens ab 2025 in Aschaffenburg ohnehin wieder vorbei sein. Eine EU-Richtlinie sieht vor, den Hebammen-Beruf zu akademisieren, um Chancengleichheit auf dem innereuropäischen Arbeitsmarkt zu schaffen. In fast allen EU-Mitgliedsstaaten findet die Hebammenausbildung an Hochschulen statt.

Kooperation zwischen Aschaffenburg und Hochschule Mainz

Berger hat den Unterricht in Aschaffenburg entsprechend angepasst. "Unsere dreijährige Ausbildung besteht aus elf Modulen – genauso wie an einer Hochschule", so Berger. Außerdem bestehe eine Kooperation mit der Hochschule Mainz. Nach der Ausbildung in Aschaffenburg könnten die Schülerinnen dort noch drei Semester studieren und hätten dann einen Bachelor in Hebammenwesen mit dem Schwerpunkt Pädagogik oder Management.

Aschaffenburg plant ebenfalls Hebammen-Studium

Das Klinikum Aschaffenburg-Alzenau will zusammen mit der Aschaffenburger Hochschule ebenfalls ein Hebammen-Studium auf die Beine stellen. Doch dafür braucht es die Genehmigung vom Freistaat. Wissenschaftsminister Sibler (CSU) sei bei ersten Gesprächen zumindest nicht abgeneigt gewesen. Auch Julia Berger hält eine Akademisierung des Berufs für sinnvoll: Zum einen, weil Hebammen heute viel mehr Verantwortung tragen würden als früher. Zum anderen steige damit die Vergütung der Frauen.

© BR/Katrin Küx

Erster Schultag an der Hebammenschule Aschaffenburg