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Erster Salat-Automat in Nürnberg eröffnet | BR24

© BR/ Olga Henich

Gärtner Jochen Haubner hat einen Salat-Automaten entwickelt.

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    Erster Salat-Automat in Nürnberg eröffnet

    Ein Novum für alle Gemüsefreunde: Ein Nürnberger hat einen Automaten für frischen Salat auf Knopfdruck entwickelt. Die Erfindung ist nicht nur ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und Verpackungsmüll, sondern auch ein Hingucker in Nürnberg.

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    Ein bekanntes Szenario: Nach dem großen Wocheneinkauf bleibt das Gemüse erstmal im Kühlschrank liegen und welkt dann vor sich hin. Meist sieht ein Salat nach ein paar Tagen weniger appetitlich aus und kommt dann in den Müll. Genau das will der Gärtner Jochen Haubner durch seinen Salat-Automaten im Stadtteil Nürnberg Almoshof künftig vermeiden.

    Salat auf Knopfdruck

    Das Prinzip ist ähnlich wie bei Snack- oder Getränkeautomaten: Produkt auswählen, bezahlen, Knopf betätigen und Ware entnehmen. Nur dass sich hier in der Glasvitrine des etwa zwei mal drei Meter großen Kastens ein Salatkopf an den anderen reiht. Ein Roboterarm zieht das rotgrüne Salatbündel aus dem Regal direkt ins Ausgabefach.

    Frischegeheimnis kommt durch die Wurzeln

    Das Besondere daran ist die Frische des Produkts. Das liegt laut Jochen Haubner an der einzigartigen Methode seiner sogenannten "SalaJoe"-Salate. Diese sind unverpackt und haben alle noch ihre Wurzelballen. Im Automaten können sie in einer Bewässerungsrinne weiterwachsen und bleiben so frisch.

    Gegen Verschwendung und Müll

    Mit seinem Konzept will Jochen Haubner ein klares Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und Verpackungsmüll setzen: "Wir wollen der Kühlschrank für den Kunden sein: man holt das Essen, wenn man’s braucht und schmeißt nichts ungebraucht weg."

    Salat-Automat aus Schnapsidee entstanden

    Vor einigen Tagen ging der Automat in Betrieb und kommt bisher super an. "Ich komme jetzt jeden Tag. Es ist so frisch und schmeckt ganz toll", sagt eine Kundin. Dabei war die beliebte Erfindung laut Jochen Haubner ursprünglich nur eine Schnapsidee. Nach einer Diskussion am Tisch, entwickelte er den Automaten gemeinsam mit einem Maschinenbauer.

    Bezahlung auf Vertrauensbasis

    Noch ist der Salat-Automat ein Pilotprojekt. Auch die Bezahlung läuft erstmal auf Vertrauensbasis. Kunden dürfen nach eigenem Ermessen einen Wunschbetrag zwischen einem Euro und 2,50 Euro pro Salatkopf in die kleinen Sparbüchsen neben dem Automaten einwerfen. "Für uns ist es momentan noch ein Lernprozess. Damit möchten wir herausfinden, was ein frischer Salat den Kunden wert ist", erklärt der Erfinder und Gärtner Jochen Haubner.

    Salat-Automat: Pilotversuch mit Perspektive

    Bisher läuft das Geschäft aber besser als gedacht. "Der Plan war, den Automaten für zwei bis drei Monate aufzustellen und dann wo anders zu testen", sagt der Profigärtner, "jetzt ist das sogar schade, ihn hier wegzunehmen, weil alle so zufrieden sind." Die 48 Salatplätze muss Jochen Haubner mittlerweile mindestens zweimal am Tag auffüllen. Ziel sei, das umweltfreundliche Konzept auszubreiten. "Bisher ist das alles noch Spaß und Spielerei, aber wir hoffen, dass aus Spaß auch Ernst wird", sagt Jochen Haubner.

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