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Erste Wasserwacht in Oberfranken sucht mit Sonar nach Vermissten | BR24

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Die Kreiswasserwacht in Hof kann jetzt mit einem neuen Sonar-Gerät besser nach Vermissten suchen. Damit können Personen im Umkreis von 40 Metern unter Wasser geortet werden. Zuletzt gab es in der Region mehrere Vermisstenfälle.

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Erste Wasserwacht in Oberfranken sucht mit Sonar nach Vermissten

Weil die Zahl der Vermissten in der Region gestiegen sei, hat sich die Kreiswasserwacht Hof ein Sonargerät angeschafft. Damit sollen auch unter Wasser bis zu 40 Meter entfernte Personen und Gegenstände sichtbar werden.

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Die Kreiswasserwacht Hof kann künftig schneller und gezielter nach vermissten Personen im Wasser suchen. Als erste Rettungseinheit in Oberfranken ist die Kreiswasserwacht jetzt mit einem speziellen Sonargerät ausgestattet.

Sonar erkennt Gegenstände und Personen bis zu 40 Meter weit

Während die Sichtweite der Taucher oft nur ein, zwei Meter beträgt, kann das Unterwasser-Echolot des Sonargeräts bis zu 40 Meter weit entfernte Personen und Gegenstände unter Wasser erkennen.

Vielerorts wird nach Vermissten gesucht

Auslöser für die Anschaffung des Geräts sei ein Anstieg von Vermissten-Fällen in den vergangenen Wochen, heißt es von der Kreiswasserwacht. In Trebgast waren im Juni ein 27 Jahre alter Mann und seine vier Jahre alte Tochter ertrunken. Im Juli suchte die Polizei bei Zell im Fichtelgebirge auch in einem See nach einem 19 Jahre alten Mann. Er wurde später in einem Waldstück tot aufgefunden.

Bislang sei das nächstgelegene Sonargerät bei der Bereitschaftspolizei in Nürnberg stationiert. Nun werden mehrere Teams der Kreiswasserwacht Hof im Umgang mit dem Gerät geschult. Die Kosten für Technik und Schulung liegen bei rund 8.000 Euro.

"Dieses Gerät kann innerhalb von zehn Minuten einsatzbereit vor Ort sein. Das verkürzt die Zeit erheblich. So steigt die Chance, dass wir Vermisste auch mit einem guten Ende finden." Ernst-Rudolf Schuster, Einsatzleiter bei der Kreiswasserwacht Hof

Kreiswasserwacht Hof will mit Tauchdrohne nachrüsten

Einsatzleiter Schuster zeigte sich bei der Übergabe am Förmitzspeicher bei Schwarzenbach an der Saale dankbar, dass Spenden regionaler Firmen und Banken innerhalb kürzester Zeit die Beschaffung möglich gemacht haben. In einem nächsten Schritt will die Kreiswasserwacht Hof eine Tauchdrohne anschaffen.

Vermisstensuche: Für Taucher auch psychisch belastend

Die Probleme der Wasserwacht seien vielfältig. Die Vermisstensuche sei für die Taucher körperlich und psychisch sehr belastend, sagt Marco Hagen, der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Hof. Zudem sei es immer schwieriger, ausreichend Ehrenamtliche für die zeitintensive Ausbildung zum Rettungsschwimmer zu finden.

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Die Kreiswasserwacht Hof ist jetzt in Besitz eines Sonargerätes. Das soll Helfen, vermisste Personen im Wasser schneller zu finden.

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