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Erste Kliniken in Bayern behandeln nur noch Corona-Patienten | BR24

© dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Erste Krankenhäuser nur noch für Corona-Patienten

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Erste Kliniken in Bayern behandeln nur noch Corona-Patienten

Die ersten Krankenhäuser in Bayern stellen sich vollständig auf die Behandlung von Corona-Patienten ein. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Der Freistaat errichtet derweil Hilfskrankenhäuser, die Kliniken vor Ort entlasten sollen.

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In Oberstdorf wird bis zum Montag ein ganzes Krankenhaus geräumt und für Covid-19-Patienten freigemacht. Das zum Klinikverbund Allgäu gehörende Haus will so auf den zu erwartenden Anstieg an Covid-19-Patienten infolge der Corona-Pandemie vorbereitet sein, so der Klinikverbund.

Deshalb werden alle stationären Patienten noch am Wochenende in die zum Verbund gehörenden Kliniken Kempten und Immenstadt verlegt. Die Mitarbeiter der Klinik Oberstdorf werden ab kommender Woche ebenfalls an anderen Standorten eingesetzt und für die Versorgung in den hochspezialisierten Bereichen geschult.

Hier das Wichtigste zum Coronavirus

Derzeit sind noch ausreichende Behandlungskapazitäten an den Standorten Kempten und Immenstadt vorhanden. Sollten diese Kapazitäten aufgrund der Pandemie in den nächsten Tagen bzw. Wochen voll belegt werden, könne die Patientenversorgung in der Klinik Oberstdorf kurzfristig wiederaufgenommen werden. Die ambulante Notfallversorgung am Standort Oberstdorf bleibe weiterhin erhalten, hieß es.

Hier der Corona-Ticker für Schwaben

Helios-Klinik an Dachau nimmt nur noch Corona-Patienten auf

Seit Freitag nimmt bereits das Helios Amper-Klinikum in Dachau nur noch Covid-19-Patienten auf. Alle anderen werden abgewiesen. Der Grund: In dem Krankenhaus hatten sich Patienten mit Corona-Infektionen gehäuft. Derzeit versorgt das Haus Covid-19-Patienten "aller Schweregrade".

Die Sicherheitsvorkehrungen würden verstärkt. Mitarbeiter der Klinik seien angehalten, im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich außerhalb ihrer Arbeit in häusliche Quarantäne zu begeben.

Münchner Klinik nimmt wegen Corona keine neuen Patienten auf

Bereits am Mittwoch hatte eine Helios Klinik im Münchner Stadtteil Pasing den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend aufgegeben. Dort sollten gar keine neuen Patienten mehr aufgenommen und auch keine entlassen werden, weil sich 14 Patienten und zwei Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt hatten.

Das städtische Gesundheitsreferat teilte heute mit, dass inzwischen einzelne negativ getestete Patienten nach Absprache in häusliche Quarantäne entlassen werden könnten.

Hier alle Informationen aus Oberbayern im Corona-Ticker

Freistaat richtet in der Corona-Krise Hilfskrankenhäuser ein

Derweil werden im Freistaat Hilfskrankenhäuser errichtet, um auf eine mögliche massive Zunahme an schweren Covid-19-Fällen vorbereitet zu sein. Dadurch sollen zusätzliche stationäre Kapazitäten geschaffen und bestehende Kliniken entlastet werden. Besonders geeignet seien Reha-Kliniken oder andere Einrichtungen mit ausreichender Infrastruktur, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) am Samstag mitteilten.

Bereits Ende März wurde angekündigt, dass in den 26 bayerischen Rettungsleitstellen-Bereichen Hilfskrankenhäuser entstehen sollen.

Mindestens 90 Betten pro Hilfskrankenhaus

Ein Hilfskrankenhaus soll laut Herrmann mindestens 90 Betten umfassen und Huml zufolge möglichst in der Nähe einer bestehenden Klinik eingerichtet und dieser organisatorisch zugeordnet werden. Um eine Infektionsgefahr möglichst auszuschließen, müssten an Covid-19 Erkrankte, Verdachtsfälle und andere Patienten unbedingt voneinander getrennt sein, sagte Huml. Das gelte auch für das Personal, das diese drei Patientengruppen betreut.

© BR

Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sollen nach einem Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeitpflege in Rehakliniken untergebracht werden, um die Altenheime besser vor Coronavirus-Infektionen zu schützen.

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