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Bildrechte: Bayerische Staatsforsten

Der gefundene Habichtskauz, ein Jungtier

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    Erste Habichtskauz-Jungtiere außerhalb eines Nationalparks

    Zum ersten Mal haben Habichtskäuze in Deutschland auch außerhalb eines Nationalparks genistet und Jungtiere ausgebrütet: Forstwirte haben bei Bodenmais zwei kleine Käuze entdeckt. Diese wurden in einem abgebrochenen Buchen-Baumstumpf aufgezogen.

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    Von
    • Astrid Dachs
    • BR24 Redaktion

    Im Gebiet des Forstbetriebs Bodenmais sind zum ersten Mal Jungtiere eines Habichtskauzes außerhalb der deutschen Nationalparks dokumentiert worden. Das teilten die Bayerischen Staatsforsten in Regensburg am Dienstag mit.

    Abgebrochener Baumstumpf diente als Nistplatz

    Per Drohnenflug fanden die Forstwirte den Nistplatz. Er befand sich nicht in einem der Spezial-Nistkästen, die für den Habichtskauz aufgehängt worden waren, sondern in dem abgebrochenen Baumstumpf einer Buche. Ein Forstwirt hatte Ende Mai ein Alttier, einen Jungvogel und ein verletztes Jungtier entdeckt, das in die Obhut des Nationalparks gegeben wurde. Deshalb wurde in den angrenzenden Wäldern nach dem Brutplatz der Habichtskäuze gesucht.

    Der Fund sei eine Bestätigung für das Naturschutzkonzept der Staatsforsten mit Biotopbaum- und Totholzkonzept. Dieses fördere die Entstehung und den Erhalt wichtiger Strukturen für Höhlenbrüter.

    Nistkästen ersetzen fehlende Bruthöhlen

    Auch im Nationalpark Bayerischer Wald brütet die Mehrheit der Habichtskäuze in Nistkästen, weil geeignete große Höhlen-Strukturen fehlen. Der Habichtskauz ist nach dem Uhu die größte Eule in Mitteleuropa. Seit 1926 galt die Art in Mitteleuropa als ausgestorben. Ab 1975 wurden Jungvögel aus Gehegen im Nationalpark ausgesetzt. Die erste Freilandbrut im Nationalpark gab es 1989. Seither hat sich dort eine kleine Population etabliert.

    Im vergangenen Jahr waren in Bayern mehrere Habichtskäuze ausgewildert worden - unter anderem in Nordostbayern.

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    Forstwirt Erik Niedermaier mit dem verletzten Jungtier

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