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© BR/Andreas Wenleder
Bildrechte: Panagiotis Balaskas/AP/dpa

In Regensburg ist eine vierköpfige Familie aus einem griechischen Flüchtlingslager angekommen. Beherbergt wird die Familie, die aus Afghanistan stammt, vom Hilfsverein Space-Eye.

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Erste Familie aus griechischem Lager in Regensburg angekommen

In Regensburg ist eine vierköpfige Familie aus einem griechischen Flüchtlingslager angekommen. Beherbergt wird die Familie, die aus Afghanistan stammt, vom Hilfsverein Space-Eye. Weitere Flüchtlinge sollen in den kommenden Wochen folgen.

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Von
  • Andreas Wenleder

Rund 1.500 anerkannte Geflüchtete aus griechischen Lagern werden in Deutschland aufgenommen, das hatte die Bundesregierung vergangenes Jahr zugesagt. Jetzt sind die ersten Menschen aus diesem Kontingent auch in Regensburg angekommen. Sie werden in Wohnungen des Regensburger Vereins Space-Eye untergebracht.

Ankunft mehrmals verschoben

Mehrmals hatte sich die Ankunft der ersten Familie in Regensburg verschoben. Doch jetzt ist ein Ehepaar mit zwei Töchtern - sieben und drei Jahre alt - in Regensburg angekommen. Die Familie stammt ursprünglich aus Afghanistan, musste die letzten Jahre aber in Lagern auf der griechischen Insel Lesbos verbringen. Nach einer Corona-Quarantäne können die vier anerkannten Flüchtlinge eine Wohnung im Regensburger Süden beziehen.

Space-Eye unterstützt Flüchtlingsfamilien

Gemietet, renoviert und zur Verfügung gestellt hat die Bleibe der Regensburger Verein Space-Eye, der die Familie mit ehrenamtlichen Paten auch bei der Integration unterstützen und begleiten will, sagt Space-Eye-Gründer Michael Buschheuer. Der technische Teil der Arbeit sei jetzt mit Böden, Decken, Wänden oder Heizung weitgehend erledigt, aber nun komme der soziale Teil. "Wenn man eine Schraube nach rechts oder links dreht, weiß man was passiert. Bei Menschen ist das bekanntlich anders", sagt Buschheuer. Der Verein wolle Brücken schlagen zwischen den Geflüchteten und den Menschen in der Nachbarschaft, die Angekommenen aufbauen, fordern und fördern. "Das wird nochmal eine ganz andere und spannende Zeit", sagt Buschheuer.

Acht Wohnungen stehen bereit

In den kommenden Wochen sollen weitere Familien folgen. Insgesamt stellt der Verein acht Wohnungen zur Verfügung. Aus dem Aufnahmekontingent von mehr als 1.500 Menschen aus den griechischen Lagern haben zuvor in Bayern nach Angaben des Innenministeriums auch die Städte München, Passau, Straubing, Bayreuth, Würzburg, Aschaffenburg und Augsburg sowie der Landkreis Aichach-Friedberg Menschen aufgenommen.

In Regensburg hatte auch die Stadtspitze eine zusätzliche Aufnahme von Geflüchteten immer wieder aktiv angeboten. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) betonte, dass das Signal an den Bund weiter aktuell bleibe. "Mich freut es, dass wir hier eine Initiative aus der Stadtgesellschaft haben, die bereit ist, für die Menschen da zu sein", sagt die Oberbürgermeisterin.

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