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Erste Fälle der Vogelgrippe in Bayern: Passau betroffen | BR24

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Die Vogelgrippe hat Bayern erreicht: Im Landkreis Passau ist bei mehreren Wildenten die Tierseuche nachgewiesen worden. Geflügelhalter werden jetzt angehalten, ihre Tiere vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Auch Menschen können sich anstecken.

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Erste Fälle der Vogelgrippe in Bayern: Passau betroffen

Die Vogelgrippe hat Bayern erreicht: Im Landkreis Passau ist bei mehreren Wildenten die Tierseuche nachgewiesen worden. Geflügelhalter werden jetzt angehalten, ihre Tiere vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Auch Menschen können sich anstecken.

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Bei mehreren Wildenten im Landkreis Passau ist die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Es sind die ersten bestätigten Fälle der Tierseuche diesen Herbst in Bayern, wie das Umweltministerium am Freitag in München mitteilte. Die Enten seien im Rahmen des bayerischen Wildtiermonitorings untersucht worden.

Geflügelhalter werden angehalten, ihre Tiere vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Das Veterinäramt Passau hat in Abstimmung mit dem bayerischen Umweltministerium Gebiete festgelegt, wo ab kommender Woche die Stallpflicht gilt. Im Landkreis Passau betrifft es alle Gemeinden südlich der Donau bis zum Inn, dazu die Gemeinden Salzweg, Tiefenbach, Windorf und Hofkirchen sowie die Stadt Passau. Zudem wurde auch der gesamte Nachbarlandkreis Rottal-Inn zum Restriktionsgebiet erklärt.

Landrat Kneidinger bittet Geflügelhalter um Verständnis

Passaus Landrat Raimund Kneidinger zum BR: "Der Landkreis Passau wird alles dafür tun, um eine Übertragung auf Haus- und Nutztiere zu verhindern und in Abstimmung mit dem Umweltministerium eine Stallpflicht anordnen." Natürlich bringe diese Stallpflicht große Herausforderungen für Tierhalter mit sich, ist aber das wirksamste Mittel, um eine Ausbreitung der Vogelgrippe auf die Nutztierbestände zu verhindern. Der Landrat bittet die Geflügelhalter in den betroffenen Gebieten um Verständnis und um Unterstützung. "Je schneller und konsequenter alle die nötigen Maßnahmen umsetzten, desto einfacher können wir die Geflügelpest eindämmen", so Kneidinger.

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Im Landkreis Passau sind Stockenten gefunden worden, die mit dem H5N8-, dem sogenannten Geflügelpest-Virus, infiziert waren - eine tödliche Bedrohung für Hühner, Gänse und Enten. Für Menschen kann der Passauer Landrat Kneidinger Entwarnung geben:

Landesverband befürchtet größeren Ausbruch

Nach den ersten bestätigten Fällen der Vogelgrippe in Bayern rechnet der Landesverband der Bayerischen Geflügelwirtschaft mit einem größeren Ausbruch der Tierseuche. "Ich denke, das wird bei weitem nicht der letzte Fall in Bayern sein", sagte Annika Nottensteiner von der Geschäftsführung des Verbands am Freitag. "Das Pestgeschehen in Norddeutschland ist zumindest dramatisch." Stockenten hätten keine festen Rastplätze. "Wer weiß, wo die schon überall rumgeschwirrt sind."

Auch Menschen können sich anstecken

Die Infektionskrankheit, die auch Geflügelpest genannt wird, kommt vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vor. Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet – teilweise bis zu 100 Prozent.

Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt aber als unwahrscheinlich. Die Vogelgrippe ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

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Die Geflügelpest hat Bayern erreicht. Bei mehreren Wildenten im Landkreis Passau wurde die Vogelgrippe nachgewiesen. Da die Seuche hoch ansteckend ist, gilt in den Landkreisen Rottal-Inn und Passau Stallpflicht für Geflügel.

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