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Erschossener Polizeischüler: Staatsanwaltschaft kippt Berufung | BR24

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Die Staatsanwaltschaft sieht keine Chance auf einen Erfolg der Berufung. Das Urteil ist rechtskräftig: 15 Monate auf Bewährung.

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    Erschossener Polizeischüler: Staatsanwaltschaft kippt Berufung

    Nach dem Urteil wegen eines tödlichen Schusses auf einen Polizeischüler in Würzburg hat die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurückgenommen. Sie hat die Urteilsbegründung geprüft und keine Aussicht auf Erfolg gesehen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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    • BR24 Redaktion

    Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat ihre Berufung nach dem Urteil wegen eines tödlichen Schusses auf einen Polizeischüler zurückgenommen. Das Landgericht Würzburg hatte einen 21-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

    Wie Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen gegenüber dem BR bestätigt, war zuvor die Urteilsbegründung umfassend geprüft worden. Danach habe die Staatsanwaltschaft "keine Erfolgsaussichten" für die Berufung gesehen. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

    Auf eigenen Antrag war der junge Mann aus dem Beamtenverhältnis entlassen worden.

    Bewährungsstrafe für Polizeischüler

    Im Februar 2019 hatte der damals 19-jährige Polizeischüler seinen Kollegen versehentlich erschossen. Wegen fahrlässiger Tötung verurteilte das Amtsgericht Würzburg im Juli 2020 den mittlerweile 21-Jährigen zu einer Jugendstrafe von 15 Monaten auf Bewährung. Zusätzlich muss der Verurteilte 2.400 Euro Schmerzensgeld an die Eltern des Verstorbenen zahlen.

    Die Eltern des erschossenen Polizeischülers reagierten bisher nicht auf die Rücknahme der Berufung.

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