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Erneute Wende im Erlabrunn-Prozess | BR24

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Neuerliche Wende im Prozess um einen tödlichen Unfall mit einem Streufahrzeug in Erlabrunn im Landkreis Würzburg: Der Angeklagte relativierte nun wieder seine erst kürzlich gemachten Angaben.

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Erneute Wende im Erlabrunn-Prozess

Im Prozess um einen tödlichen Unfall mit einem Streufahrzeug in Erlabrunn ist heute von vielen ein Geständnis des 58 Jahre alten Angeklagten erwartet worden. Doch dieser relativierte nun wieder seine Aussagen von vergangener Woche.

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Anfang Januar 2016 war eine 71-Jährige vor ihrem Anwesen überrollt worden. Vom angeklagten Fahrer war heute ein volles Geständnis erwartet worden, nachdem er am vorangegangenen Verhandlungstag überraschend sein Schweigen gebrochen hatte. Nun relativierte er aber die in der vergangenen Woche gemachte Aussage, dass es nach dem bisherigen Prozessverlauf "wohl nicht anders gewesen sein kann“.

Angeklagter entschuldigte sich bei Angehörigen

Den Tod der 71-Jährigen hatte der 58-Jährige damals, auch mit Blick auf die Angehörigen, bedauert. Er hatte sogar den Ehemann der Getöteten um Verzeihung gebeten. Heute jedoch konnte sich der Angeklagte auf die Frage der Richterin zu den Geschehnissen am 5. Januar 2016 an alles erinnern, nur nicht an den Zeitraum, in dem sich der Unfall mutmaßlich ereignete: "Ich habe ja nichts gemerkt, wenn ich etwas gemerkt hätte, hätte ich angehalten“, so der 58-Jährige, der damals das kommunale Streufahrzeug fuhr. Die Richterin wertete diese Aussage als eine Rücknahme der Erklärung von vergangener Woche.

Urteil wird sich erheblich verzögern

Aufgrund von Indizien war der Angeklagte in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt worden. Mit der Berufung wollte er nun einen Freispruch erreichen. Ob es dazu kommt, wird sich nun vermutlich später zeigen als erwartet. Denn das Gericht wird jetzt erneut in die Beweisaufnahme eintreten. Für den Nachmittag sind bereits ein Gerichtsmediziner und ein Kfz-Sachverständiger als Gutachter geladen.

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  • Barbara Markus
  • Michael Franz
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