| BR24

 
 

Bild

Joachim Wolbergs (SPD), der suspendierte Oberbürgermeister von Regensburg, sitzt im Verhandlungssaal des Landgerichts
© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Autoren

Michael Buchner
© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Joachim Wolbergs (SPD), der suspendierte Oberbürgermeister von Regensburg, sitzt im Verhandlungssaal des Landgerichts

Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat sich erneut in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet – aus aktuellem Anlass zu den Ereignissen in dieser Woche, wie er auf Facebook schreibt.

Scharfe Worte an Oberstaatsanwalt Pfaller

In der rund 30-minütigen Videobotschaft greift Wolbergs unter anderem Oberstaatsanwalt Markus Pfaller an und bezeichnet dessen Aussagen in dieser Woche vor Gericht als "Showveranstaltung". Oberstaatsanwalt Pfaller hatte sich am Montag energisch gegen den "inakzeptablen und unwürdigen" Umgang mit den zuständigen Staatsanwältinnen gewehrt.

"Mit dem Auftritt von Herrn Pfaller, der in der Form seiner Inszenierung und in der Form der Darstellung alle überrascht hat, ist es dem Herrn Oberstaatsanwalt gelungen, der Sache im Rahmen der Beweisaufnahme nichts, aber auch gar nichts beizutragen, sondern stattdessen die volle Aufmerksamkeit der Medien für sich und die vermeintlich so armen Staatsanwältinnen zu gewinnen." Joachim Wolbergs

Er werde sich das nicht mehr gefallen lassen, sich der Staatsanwaltschaft nicht beugen und sich auch nicht mürbe machen lassen, so Wolbergs in der Videobotschaft.

Wolbergs will sich öfter per Videobotschaft melden

In Zukunft will sich Wolbergs öfter per Videobotschaft, unter anderem über seine persönlichen Eindrücke in dem Verfahren, zu Wort melden. Aber beispielsweise auch über Umstände, die zu seiner Haft geführt hätten. "Die Haft war rechtswidrig und dabei bleibe ich und ich werde dafür kämpfen so lange ich kann, dass ich irgendwann juristisch dafür eine Bestätigung erhalte. Diese Haft, das war von der Staatsanwaltschaft beabsichtigt, sollte nur dazu führen, dass ich aufgebe." Diesen Gefallen werde er der Staatsanwaltschaft jedoch niemals tun.

Hier sehen sie die komplette Videobotschaft von Joachim Wolbergs