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Schmierereien am Linken-Büro in Augsburg
© Die Linke/Christine Wilholm
© Die Linke/Christine Wilholm

Schmierereien am Linken-Büro in Augsburg

Am Parteibüro der Linken am Mauerberg in Augsburg kam es am Wochenende erneut zu einer Sachbeschädigung. Der Kreisverband der Partei teilte dem BR am Sonntagnachmittag mit, es handle sich um Schmierereien an Briefkasten und Türscheibe. Die stellvertretende Faktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Susanne Ferschl, unterhält ebenfalls dort ihr Büro. Sie macht politische Gegner für die neuerliche Sachbeschädigung verantwortlich und bezieht sich in einem BR-Interview auf ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit.

Baseballschläger und Pflastersteine vor dem Linken-Büro

Bereits 2018 wurde der Briefkasten des Büros mit explosiven Mitteln erheblich beschädigt. Der Kreisvorsitzende Frederik Hintermayr sprach damals von einer "neuen Stufe der Gewalt". Innerhalb weniger Wochen habe man drei Vorfälle zur Anzeige gebracht. Unter anderem wurde auch das Türschloss mit Klebstoff beschädigt. Erst im Januar dieses Jahres bekannte sich die "Identitäre Bewegung" zu einem Angriff auf das Augsburger Parteibüro. Mit Pflastersteinen und mit Kunstblut verschmierten Baseball-Schlägern hätten sie auf die Verharmlosung des Linksextremismus aufmerksam machen wollen, hieß es in einer Bekenner-Mail.

Aktion der "Identitären Bewegung" auch in Donauwörth

Auch zu der Plakataktion an einem Grünen-Wahlbüro in Donauwörth vergangene Woche bekannte sich die "Identitäre Bewegung". Dort wurden Plakate angebracht mit Sprüchen wie "Tod dem weißen, deutschen Mann" und "Nazis bekämpfen, mit allen Mitteln". In einem Bekenner-Schreiben heißt es, "dass wir, die Aktivisten der Identitären Bewegung Augsburg, der Schalk in dieser höchst brisanten Plakataktion sind".

Ferschl fordert höhere Polizeipräsenz

Die Linken-Abgeordnete Susanne Ferschl fordert nun die Behörden auf, gezielte Maßnahmen zu ergreifen und die Polizeipräsenz zu erhöhen. Es könne nicht sein, dass sie als Bundestagsabgeordnete Angst um Mitarbeiter und Parteimitglieder haben müsse und mehrmals im Jahr Beschädigungen an ihrem Bürgerbüro hinnehmen müsse.