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Bildrechte: BR / Barbara Ecke

In Aschaffenburg ist es erneut zu einer unangemeldeten Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen gekommen. Etwa 160 Menschen versammelten sich am Freitagabend.

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Erneut unangemeldete Demo von Gegnern der Corona-Maßnahmen

160 Menschen haben am Freitagabend erneut in Aschaffenburg gegen die Maßnahmen zur Verbreitung des Coronavirus demonstriert. Die Aktion war nicht angemeldet. Die Polizei war im Einsatz und verhinderte einen Demonstrationszug.

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Von
  • Patrick Obrusnik
  • Barbara Ecke

In Aschaffenburg ist es erneut zu einer unangemeldeten Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen gekommen. Etwa 160 Menschen versammelten sich am Freitagabend vor der Aschaffenburger Sandkirche. Da die Aktion in den sozialen Netzwerken angekündigt worden war, war die Polizei alarmiert.

Demonstrationszug unterbunden

Polizisten umringten die Demonstranten, die sich gegen 20 Uhr am Versammlungsort eingefunden hatten. Die Beamten verteilten Bußgeldbescheide an einige, die sich nicht an die Maskenpflicht hielten. Die Polizei ließ zwar eine stationäre Versammlung zu, als die Teilnehmer jedoch einen Demonstrationszug starten wollten, versperrte sie ihnen mit Polizeiketten den Weg. Um 21.25 Uhr löste die Versammlungsbehörde die unangemeldete Veranstaltung auf.

Ähnliche Aktion bereits am Mittwoch

Bereits am Mittwochabend hatten sich rund 100 schwarz gekleidete Personen unangemeldet in der Aschaffenburger Innenstadt versammelt. Mit lauter Musik, Totenkopfbemalungen auf den Gesichtern und Fackeln zogen die Demonstranten durch die Fußgängerzone. Auf ihren Fahnen standen Slogans wie "Wir wollen wieder öffnen" und "Wir wollen frei sein". Die Teilnehmer hielten sich nicht an die Abstandsregeln und das Maskengebot.

Aschaffenburgs Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD) kritisierte die unangemeldete Demonstration am Folgetag mit scharfen Worten: "Das hohe Gut der Versammlungsfreiheit wurde mit Füßen getreten. Der martialische Aufzug mit düsterer Musik und dunkel gekleideten Personen durch die Innenstadt erinnert an düstere Zeiten, die wir nicht wiederhaben wollen."

Autokorso verärgerte Anwohner

Am vergangenen Sonntag hatte ein Autokorso von Gegnern der Corona-Maßnahmen in der Aschaffenburger Innenstadt für Ärger bei Anwohnern gesorgt. Laut Polizei waren ab 14 Uhr rund 400 Fahrzeuge hupend und im Schritt-Tempo durch die Innenstadt gefahren und hatten massiv den Verkehr behindert. Diese Demo war mit 150 Fahrzeugen von der Initiative "Wir stehen auf" angemeldet worden.

Thema im Stadtrat

Die Demonstrationen werden am kommenden Montag auch Thema im Stadtrat sein. Wie Oberbürgermeister Herzing auf BR-Anfrage mitteilte, berät die Stadt aktuell darüber, die Teilnehmerzahlen bei diesen Demos künftig zu begrenzen. Möglich sei auch, die Demos nur dort zu erlauben, wo möglichst wenige Menschen durch Lärm gestört werden und der Verkehr weniger beeinträchtigt werde, so Herzing.

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