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Ermittlungsgruppe im Fall "Monika Frischholz" aufgelöst | BR24

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Die Polizei hat den Fall der seit 43 Jahren verschwundenen Monika Frischholz wieder zu den Akten gelegt. Seit Dezember wurde monatelang und aufwändig gesucht nach dem damals 12-jährigen Mädchen.

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Ermittlungsgruppe im Fall "Monika Frischholz" aufgelöst

Die Polizei hat die Suche nach der seit 43 Jahren verschwundenen Monika Frischholz aufgegeben. In einem neuen Anlauf waren die Ermittler seit Dezember neuen Hinweisen nachgegangen. Die Ermittler gehen von Mord aus.

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Die Polizei hat den Fall der seit 43 Jahren verschwundenen Monika Frischholz wieder zu den Akten gelegt. Seit Dezember wurde monatelang und aufwändig nach dem damals 12-jährigen Mädchen gesucht. Nun wurde die eigens dafür gegründete Ermittlungsgruppe Froschau wieder aufgelöst. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft Weiden.

Bagger gruben tagelang nach der Vermissten

Mit großem Aufwand hat die Ermittlungsgruppe nach den sterblichen Überresten des damals 12 Jahre alten Mädchens oder Hinweisen darauf gesucht. Bagger gruben sich tagelang am Waldrand bei Waldkirch durch den Boden, Polizeitaucher suchten in einem metertiefen Weiher und Beamte klopften den ganzen Betonboden aus einem kleinen Schuppen neben der Kirche in Waldkirch. Die erhofften Hinweise auf den Verbleib des Mädchens fanden sie nicht.

Wohnungsdurchsuchung bei Verdächtigem

Mehr als 80 Hinweise aus der Bevölkerung gingen bei der Polizei ein. Derzeit gebe es aber keine konkreten Ansätze, den Fall zu klären. Eine abschließende Ausarbeitung dazu steht noch aus, sagt Weidens Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer. Es habe einen Beschuldigten gegeben, dessen Wohnung im April durchsucht wurde. Aber gegen ihn ergab sich kein dringender Tatverdacht.

Ermittlungsgruppe "Froschau" geht von Mord aus

Ein konkreter Hinweis im Sommer vergangenen Jahres brachte die Ermittlungen wieder ins Rollen. Im Dezember nahm die Ermittlungsgruppe "Froschau" ihren Dienst auf, benannt nach dem Ort, an dem Monika Frischholz im Mai 1976 zuletzt gesehen worden war. Die Ermittler legten sich schnell fest, dass es sich um einen Mord handeln würde und begannen mit der Suche nach der Leiche. Außerdem konnten sie eine frühere These wiederlegen, wo die damals 12-Jährige zuletzt gesehen worden ist, am Tag ihres Verschwindens. Demnach wurde sie am Ortsausgang von Flossenbürg an der Abzweigung nach Waldkirch beobachtet.

Letzter Angehöriger Frischholz' gestorben

Bis Ende vergangenen Jahres ging die Polizei davon aus, dass die Vermisste in Floß in ein Auto gestiegen und mitgefahren sei. Die Hoffnungen auch bei den Flossenbürgern waren groß, dass das Verschwinden der Nachbarin und Schulkameradin endlich geklärt werde. Im Februar starb der letzte Angehörige von Monika Frischholz, ihr Bruder, der noch in Flossenbürg lebte und ebenfalls darauf hoffte, dass das Verschwinden seiner Schwester geklärt werde.

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Die Polizei hat den Fall der seit 43 Jahren verschwundenen Monika Frischholz zu den Akten gelegt. Seit Dezember wurde gesucht nach der damals 12-Jährigen, nun wurde die dafür gegründete Ermittlungsgruppe Froschau aufgelöst.