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Ermittlungen nach Tod einer Epilepsie-Patientin eingestellt | BR24

© picture-alliance/dpa

Im vergangenen Jahr hat ein Ärzte-Ehepaar auf Mängel in der Behandlung und Diagnose von Epilepsie-Patienten am Klinikum Bayreuth hingewiesen.

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    Ermittlungen nach Tod einer Epilepsie-Patientin eingestellt

    Im September 2017 war in Erlangen eine junge Epilepsie-Patientin nach einem Anfall gestorben. Sie war zuvor im Klinikum Bayreuth behandelt worden. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat nun die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingestellt.

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    Im September 2017 war in Erlangen eine junge Frau nach einem epileptischen Anfall gestorben. Zuvor war sie im Klinikum Bayreuth behandelt worden. Nach einem anonymen Hinweis hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth deshalb im Zusammenhang mit dem Bayreuther Krankenhaus wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Das Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wurde aber nun eingestellt.

    "Die Voraussetzungen für fahrlässige Tötung oder Körperverletzung liegen nicht vor. Es ist nicht feststellbar, dass ein ärztlicher Verstoß vorliegt, der für den Tod der 19-jährigen Patientin verantwortlich hätte sein können. Wir haben das Verfahren deshalb am 7. Januar eingestellt." Leitender Oberstaatsanwalt Herbert Potzel

    Fall eigentlich bereits 2017 abgeschlossen

    Grundlage für die Einstellung der Ermittlungen ist ein Gutachten, das Ärzte des Rechtsmedizinischen Instituts in Erlangen bereits 2017 erstellt hatten. Die junge Frau war nicht obduziert worden. "Der Fall ist damals eigentlich schon abschließend behandelt worden", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel. "Aber dem anonymen Hinweis vom Juni 2018 mussten wir natürlich nachgehen."

    Der anonyme Hinweisgeber hatte die Staatsanwaltschaft auch auf möglichen Abrechnungsbetrug am Klinikum Bayreuth hingewiesen. Die Staatsanwaltschaft Hof hat dieses Verfahren ebenfalls eingestellt.

    Ärzte-Ehepaar nach Kritik entlassen

    Im vergangenen Jahr war das Klinikum Bayreuth in die Kritik geraten, Fehler bei der Behandlung und Diagnose von Epilepsie-Patienten gemacht zu haben. Eine Ärzte-Ehepaar hatte auf diese Mängel hingewiesen und war daraufhin entlassen worden. Die Ärzte hatten sich unter anderem auf den Tod der 19-jährigen Patientin bezogen. Das Klinikum Bayreuth hatte die Vorwürfe damals zurückgewiesen und sich auf ein Gutachten gestützt.

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    Regionalnachrichten Franken

    Autor
    • Christiane Scherm
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