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Schild der Staatsanwaltschaft in Regensburg

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    Ermittlungen gegen Regenstaufer Altbürgermeister

    Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Altbürgermeister von Regenstauf im Kreis Regensburg, Siegfried Böhringer (SPD). Es geht um mutmaßliche "Haushaltsuntreue". Böhringer reagierte betroffen, er habe sich nichts vorzuwerfen.

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    Von
    • Norbert Bauer
    • BR24 Redaktion

    Wegen mutmaßlicher "Haushaltsuntreue" ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Regensburg gegen den früheren Bürgermeister der Marktgemeinde Regenstauf im Landkreis Regensburg, Siegfried Böhringer (SPD). Die Ermittlungen drehen sich um Aufträge für einen Busunternehmer sowie getätigte Busfahrten - unter anderem in die italienische Partnerstadt Bergamo. Das hat der Sprecher der Regensburger Staatsanwaltschaft, Markus Pfaller, bestätigt.

    Gemeinderäte zeigen ehemaligen Bürgermeister an

    Demnach hatten drei Marktgemeinderäte den ehemaligen Bürgermeister angezeigt, einer von der FDP und zwei von den Freien Wählern. Hausdurchsuchungen habe es keine gegeben, weil alle erforderlichen Unterlagen in dem Zusammenhang herausgegeben worden seien. Jetzt müsse geklärt werden, ob sich Böhringer pflichtwidrig verhalten hat. Der Anwalt des Beschuldigten habe jetzt zunächst Gelegenheit zur Akteneinsicht, sagt Pfaller.

    Altbürgermeister: habe mir nichts vorzuwerfen

    Böhringer selbst zeigte sich am Freitag gegenüber dem BR betroffen, enttäuscht und verärgert. Er habe sich nichts vorzuwerfen und habe sich nie persönlich bereichert. Er könne die Anzeige auch nicht nachvollziehen, da die Entscheidungen diesbezüglich vom Marktgemeinderat, den Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeistern mitgetragen worden seien, sagt der Altbürgermeister.

    Böhringer: Busreisen waren keine Freizeitfahrten

    Bei den Busreisen habe es sich um reine Informationsfahrten, etwa zum Hochwasserschutz oder zur Energieversorgung gehandelt, und nicht um Freizeitausflüge. Das Geld für mitreisende Familienangehörige sei längst an die Gemeinde zurückgezahlt worden. Zwei der betreffenden Marktgemeinderäte, die Anzeige gestellt hatten, seien sogar selbst dabei gewesen, so Böhringer.

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