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Ermittlungen gegen Lokalpolitiker wegen Nazi-Tattoo | BR24

© pa/dpa/Soeren Stache

Der Schriftzug "Arbeit macht frei" an der Gedenkstätte Sachsenhausen

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    Ermittlungen gegen Lokalpolitiker wegen Nazi-Tattoo

    Aufregung in der kleinen Gemeinde Jandelsbrunn im Landkreis Freyung-Grafenau. Kripo und Staatsanwaltschaft Passau ermitteln aktuell gegen einen jungen Mann aus der Gemeinde. Er soll eine NS-Parole als Tattoo tragen. Der Mann ist Lokalpolitiker.

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    Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Passau ermitteln aktuell gegen einen Mann aus der Gemeinde Jandelsbrunn wegen eines Tattoos mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei". Wie der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler auf BR-Anfrage mitteilt, hatten andere Bürger aus der Gemeinde die Tätowierung am Arm gesehen und deswegen Anzeige bei der Polizei erstattet.

    Zweideutige Aussage?

    Die Staatsanwaltschaft hat wegen des Anfangsverdachts der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen Vorermittlungen aufgenommen, ob ein Straftatbestand vorliegt. Der Beschuldigte hat Polizisten das Tattoo am Arm bereitwillig gezeigt. Laut Oberstaatsanwalt Feiler hat der Mann erklärt, die Tätowierung sei zweideutig zu verstehen. Arbeit könne auch den Kopf freimachen, so seine Erklärung.

    Bürgermeister überrascht

    Laut "Passauer Neue Presse" handelt es sich bei dem Beschuldigten um einen Kandidaten des CSU-Ortsverbands Jandelsbrunn. Laut der Zeitung hat in Jandelsbrunn erst vor Kurzem ein Bürgermeisterkandidat der CSU zurückgezogen, nachdem er durch AfD-sympathisierende Posts auf Facebook aufgefallen war. Der Bürgermeister von Jandelsbrunn, Roland Freund (parteilos) erklärt auf BR-Anfrage, er sei selbst überrascht von Anschuldigungen gegen den Mann aus seiner Gemeinde. Aktuell könne er aber nicht mehr dazu sagen.

    Ebenso äußert sich der Jandelsbrunner CSU-Ortsvorsitzende Anton Auengruber auf BR-Anfrage. Auch er erklärt, er könne momentan noch nichts zur Sache sagen, da er von den Ermittlungen absolut überrascht wurde.

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