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Ermittlungen gegen AWO-Seniorenheim in Langenzenn eingestellt | BR24

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Ermittlungen gegen AWO-Seniorenheim in Langenzenn eingestellt

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    Ermittlungen gegen AWO-Seniorenheim in Langenzenn eingestellt

    Die Staatsanwaltschaft hat die Vorermittlungen gegen das AWO-Seniorenheim Langenzenn eingestellt. Während der ersten Corona-Welle soll nicht genügend Schutzausrüstung im Heim vorhanden gewesen sein. Der Verdacht hat sich aber nicht erhärtet.

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    Der Verdacht, dass während der ersten Corona-Welle nicht genügend Schutzausrüstung im Heim vorhanden war, habe sich nicht erhärtet, sagte Antje Gabriels-Gorsolke, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth dem Bayerischen Rundfunk. Auch eine Befragung von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes habe keinen Hinweis darauf ergeben. Laut Gabriels-Gorsolke konnte kein kausaler Zusammenhang zwischen den vielen Todesfällen im AWO-Seniorenheim und Verstößen gegen Hygienestandards hergestellt werden. Deshalb könne die Staatsanwaltschaft auch kein formelles Ermittlungsverfahren einleiten.

    Mitarbeiter berichteten von massiven Hygieneverstößen

    Mitarbeiter des Heims hatten sich an den BR gewandt und von massiven Hygieneverstößen im Heim berichtet. So habe es etwa an Schutzausrüstung gemangelt. Zudem seien Mitarbeiter nicht richtig in den Gebrauch der Schutzausrüstung eingewiesen worden. Auch hätten infizierte und nicht infizierte Bewohner gemeinsam auf einem Zimmer gelegen. Die Informanten berichteten auch, dass grundlegende Hygienestandards nicht eingehalten worden seien.

    Keine Anzeigen von Angehörigen

    Anzeigen von Angehörigen lagen der Staatsanwaltschaft allerdings nicht vor. Mehr als die Hälfte der 113 Bewohnerinnen und Bewohner im AWO-Heim Langenzenn hatte sich während der ersten Corona-Welle infiziert. 26 von ihnen starben. Auch bei 43 Mitarbeitern wurde das Virus nachgewiesen.