Polizeiabsperrband
Bildrechte: BR/Julia Müller

In Chamerau haben Kripobeamte offenbar den Leichnam einer verstorbenen Seniorenheimbewohnerin exhumiert.

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    Ermittlungen gegen Altenpfleger: Zweite Heimbewohnerin exhumiert

    Ermittlungen gegen Altenpfleger: Zweite Heimbewohnerin exhumiert

    Schon im Februar ist der Leichnam einer Seniorin in Furth im Wald exhumiert worden. Jetzt wurde ein zweites Grab in Chamerau geöffnet. Beide Fälle stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen einen Altenpfleger aus dem Landkreis Cham.

    Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Altenpfleger aus dem Landkreis Cham wegen eines möglichen Tötungsdeliktes ist offenbar ein zweiter Leichnam einer früheren Seniorenheimbewohnerin exhumiert worden. Das berichtet die "Mittelbayerische Zeitung" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Regensburg.

    Demnach wurde am Dienstag das Grab einer im Alter von 95 Jahren verstorbenen Frau auf dem Friedhof von Chamerau im Kreis Cham geöffnet. Der Leichnam soll in der Rechtsmedizin in Erlangen obduziert werden.

    Ermittlungen gegen 24-jährigen Pfleger

    Die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt seit Februar gegen einen 24 Jahre alten Pfleger wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Der junge Mann hatte in einem Seniorenheim im Kreis Cham gearbeitet. Eine Kollegin war dazugekommen, als er einem bettlägerigen Heimbewohner ein Kissen aufs Gesicht gedrückt haben soll. Daraufhin waren die Ermittlungen gegen ihn eingeleitet worden.

    Erste Exhumierung in Furth im Wald

    Bereits Mitte Februar war ein Grab in Furth im Wald geöffnet und der Leichnam einer anderen ehemaligen Heimbewohnerin exhumiert worden. Bei der Untersuchung der im Alter von 80 Jahren verstorbenen Frau waren damals Verletzungen festgestellt worden, die von einem Sturz stammen könnten. Der Pfleger wurde festgenommen, er ist seither in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

    Die Staatsanwaltschaft Regensburg wurde vom BR angefragt, die Behörde kann am Mittwoch aus organisatorischen Gründen keine Presseanfragen bearbeiten.

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