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Ermittler durchsuchen Wohnung des ehemaligen Freundes | BR24

© picture-alliance/dpa - Nsw_Police_Media

Foto von Simone Strobel

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    Ermittler durchsuchen Wohnung des ehemaligen Freundes

    Vor zwölf Jahren ist Simone Strobel aus Rieden in Australien einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Nun hat die australische Polizei die Wohnung ihres damaligen Freundes durchsucht. Er lebt dort zusammen mit seiner australischen Ehefrau.

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    Wie die Tageszeitung "Nothern Star" aus Lismore heute meldet, haben australische Polizisten ein Büro und das am Strand von Perth gelegene Haus des Ex-Freundes der Unterfränkin durchsucht. Dem Bericht zufolge wurde dort unter anderem ein hundert Seiten starkes Dokument sichergestellt. Der Zeitung zufolge handelt es sich dabei um den Briefwechsel mit seiner neuen Partnerin über das Verschwinden von Simone Strobel am 11. Februar 2005.

    Neue Beweismittel aufgetaucht?

    Das Ergebnis der Hausdurchsuchung könnte möglicherweise zu neuen Erkenntnissen führen. Ausgelöst hat es der Hauptverdächtige selber: Er war gerichtlich gegen die Veröffentlichung des Buches einer australischen Autorin zum Tod von Simone Strobel vorgegangen, weil er sich dadurch verleumdet sieht. Seinen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen das Buch hatte ein australisches Gericht jedoch abgelehnt. Eine Schuld könne dem Ex-Freund aus dem Landkreis Main-Spessart zwar nicht nachgewiesen werden, doch ergebe sich aus den Ermittlungen der begründete Verdacht, dass er mit Simones Tod zu tun habe. Strobels damaliger Partner hatte sich im Zuge des Prozesses gegen die Autorin geweigert, den Briefwechsel mit seiner australischen Frau vorzulegen. Ob die privaten Dokumente nun für den Verleumdungsprozess verwendet werden dürfen, muss ein Gericht erst noch entscheiden. Bis dahin bleibt der Briefwechsel unter Verschluss.

    Hintergrund

    Die damals 25-jährige Simone Strobel war am 11. Februar auf einem Campingplatz im australischen Lismore verschwunden. Erst am 17. Februar war ihre bereits in Verwesung begriffene Leiche entdeckt worden.