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Erlanger "Extinction Rebellion" mit Aktion gegen Autos | BR24

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Mehr Raum für Fußgänger, weniger Raum für Autos in deutschen Innenstädten: Mit dieser Forderung sind knapp 50 Demonstranten der Umweltgruppe "Extinction Rebellion" in Erlangen auf die Straße gegangen. Nicht alle waren begeistert.

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Erlanger "Extinction Rebellion" mit Aktion gegen Autos

Mehr Raum für Fußgänger, weniger Raum für Autos in deutschen Innenstädten: Mit dieser Forderung sind knapp 50 Demonstranten der Umweltgruppe "Extinction Rebellion" in Erlangen auf die Straße gegangen. Nicht alle waren begeistert.

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Die Klima-Aktivisten-Gruppe "Extinction Rebellion" hat in Erlangen gegen Autos demonstriert. Bei der angemeldeten Aktion nahmen etwa 50 Demonstranten teil. Dabei hängten sich die Teilnehmer ein sogenanntes Gehzeug um – ein Rechteck aus Holzlatten, das in etwa dem Umfang eines Autos entspricht – und liefen damit durch die Innenstadt von Erlangen.

Unverständnis seitens der Autofahrer

Auf der zum Teil vierspurigen Werner-von-Siemens-Straße zwang die Gruppe den Autoverkehr so zum Langsamfahren. Die betroffenen Fahrer reagierten größtenteils mit Unverständnis auf die Aktion.

Forderung: Autos nicht mehr "der Standard"

Wie Veranstaltungsleiter Sebastian Endres betonte, solle mit der Aktion ein Bewusstsein geschaffen werden, dass das Auto nicht das normale Fortbewegungsmittel sei. Man müsse sich Gedanken machen, ob das Auto überhaupt noch zeitgemäß sei, sagte Endres. Das Auto komplett abschaffen wolle er nicht. Doch das Auto als Fortbewegungsmittel dürfe nicht mehr der Standard sein.

Zwei Aktionen am Wochenende

Bereits gestern (Freitag, 13.12.19) hatte die Ortsgruppe Erlangen zu einem "Trauermarsch" für das Klima aufgerufen. Die Demonstration sollte die Trauer um das vorangehende Artensterben und die Zukunftsperspektiven ausdrücken.

Internationale Bewegung mit zahlreichen Aktionen

"Extinction Rebellion" ist eine noch junge internationale Bewegung, die sich für den Erhalt der Arten sowie gegen die Klimakrise einsetzt, mitunter durch den Einsatz von zivilem Ungehorsam. Größere Bekanntheit erlangte sie in Deutschland durch Blockaden und Aktionen Anfang Oktober in Berlin.